ABOUT LAST WEEK END #berlinhalf

Drama Drama Drama – so könnte man den Beginn meiner Reise beschreiben, die am Berliner Halbmarathon enden sollte. Bevor ich zu der Strecke komme und meiner Zeit möchte ich euch noch kurz berichten, wie stressig der vorherige Tag war, der eigentlich nur einen lockeren „Shake Out Run“ und eine Shoppingtour beinhalten sollte. Aber nein, so sollte es nicht kommen:

Am Flughafen angekommen, traf ich mich mit meiner super süßen #IRUNTORIO Begleitung Eva. Wir verstehen uns super,! Sie ist so süß und aufgeweckt und ich hatte mich riesig gefreut mit ihr endlich nach Berlin zu fahren (ups, zu fliegen). Wir durchquerten die Sicherheitskontrolle und saßen voller Vorfreude am Gate. Sie machte sich sogar ein bisschen über mich lustig, da ich wirklich panische Flugangst habe und nun wieder in so eine doofe Maschine muss (aber alles nur spaßig!). Der Zufall schlecht hin an diesem Tag: eine meiner längsten Freundinnen arbeitet am Flughafen Düsseldorf als Ramp Agent (Verfluch mich, wenn ich das falsch geschrieben habe). Zumindest gibt sie immer nach den vorgeschriebenen Checks am Schalter bekannt, wann die Maschine boarden darf. Im letzten Moment entdeckte ich sie und schrie durchs komplette Gate ihren Namen „Maaaaaaike, heeeeey“ – schreiend fielen wir uns in die Arme. Was ein Zufall, dass sie endlich mal meine Maschine bekam.

Überwältigt vor guter Laune stiegen wir nun in den Flieger, snappten, machten Fotos und rollten mit der Maschine über das Rollfeld richtung Startposition. Aber nicht lange. Prompt stoppte die Maschine und es geschah circa 5 Minuten nichts. Okay, wohl fühle ich mich nie ein einer Maschine aber da war noch alles gut. Bis die Durchsage des Piloten kam, dass der Start nicht durchgeführt werden kann, da ein gefährlicher Gegenstand an Board gefunden wurde und das Flugzeug zunächst von der Bundespolizei durchsurcht werden muss. Dann war vorbei mit mir. Nicht nur die Enge, sondern auch die Tatsache dass irgendwas gefährliches an Board ist, machte mir solch unglaubliche Angst, dass ich am ganzen Körper zitterte, anfing zu weinen und schwer zu atmen. Ich will gar nicht wissen, wie oft ich diesen Satz gesagt habe: „Ich will nur noch hier raus, lasst mich hier raus“ (Sorry! Aber mit Flug- und Platzangst ist bei mir nicht zu spaßen). Ich schalte dann weder meinen gesunden Menschenverstand noch mein Gehirn ein und reagiere wie ein panisches kleines Kind. Wir rollten in Richtung Feld. Natürlich aus Sicherheitsmaßnahmen, damit die Polizei die Maschine in Ruhe durchsucht werden kann. Für mich und mein aufgewühltes Hirn war das Feld nur ein Motto: „Wenn das Flugzeug jetzt explodiert, dann besser hier“. (Ich weiß ich übertreibe, ich erzähle euch nur, wie es damals war.) Nach einer halben Stunde ging zumindest die Tür den Fliegers auf. Unten waren bereits Bundespolizisten und etliche Streifenwagen zu sehen.

 

Ich wollte raus. Sofort. Die Air-Berlin Stewardess sah wie schlecht es um mich stand und holte mich nach vorne an die Tür damit ich wenigstens aus meinem Platz am Fenster weg konnte. Luft, Freiheit. Endlich. Dann kam auch wieder meine Freundin zum Einsatz, die am Flughafen arbeitete und mich zu beruhigen und sie versicherte mir, dass ich bald endlich aus dem Flieger kann. Und so war es. Wir wurden in ein seperates Gate gebracht und warteten dort auf die Koffer. Natürlich wurden wir von Polizisten begleitet und regelmäßig durchgecheckt. Der Flug wurde komplett abgesagt und es war klar, dass sich Eva und ich jetzt in letzter Minute einen Zug nach Berlin buchen müssen. Gesagt, getan. Im Eiltempo und nach einem kurzen Stopp bei Albert Heijn, wo wir uns mit sämtlichen Salaten und Snacks versorgten ging es inden ICE richtung Berlin. Abends angekommen, mussten wir super schnell unsere Startunterlagen abholen, ins Hotel und schnell noch was Essen, bevor es ins Bett ging. Ein furchtbarer Tag aber ein toller Abend mit der Nike Crew, die uns aufbaute und uns für den kommenden Tag motivierte. Es ist immer toll solche Menschen an so einem Vorabend um sich zu haben, die einen auf andere Gedanken und vor allem zum Lachen bringen.
Danach ging es ins Hotel und direkt ins Bett. Ich glaube, ich bin trotz aller Nervosität in 0,5 Sekunden Eingeschlafen.

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03.04.2016 – Berlin Halbmarathon. Endlich! Die Sorgen vom Vortag waren total verdrängt – ich freute mich einfach nur total auf den Lauf. Der Start war gegen 10 Uhr angesetzt, sodass wir bereits gegen 8 Uhr zum Frühstuck gegangen sind. Ich habe mich wirklich traditionell an das Weißbrot mit Honig gehalten, was die meisten Läufer empfehlen. Klar, das passt nun mal gar nicht in meinen Ernährungsplan aber da zählt das nicht. Wichtig ist nur, dass man was isst, das leicht verdaulich ist und Energie liefert. Also gab es zwei kleine Brötchen mit Honig und eine halbe Banane.

Danach liefen wir zum Startplatz. Die Nervosität stieg, aber irgendwie konnte ich es einfach gar nicht glauben zusammen mit 35.000 Menschen jetzt 21 Km durch Berlin zu laufen. Wahnsinn! Auch die Wetterbedingungen waren top – 14 grad und Sonne am Start (Im Ziel hatten wir knapp 20 grad und Sonne!). Zusammen mit den Pacern gingen wir zu unseren Startblöcken und stellten uns in die Masse.

 

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Unglaublich wie viele Menschen dort waren. Ich konnte gar nicht glauben, dass diese Menschen alle auf die Strecke passten. Hammer!

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Ja, Eva ist einfach immer für eine Überraschung gut! Hahhahahaha.

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Dann ging es los. Die ersten zwei Kilomenter fand ich ehrlich gesagt am schwersten, da mir die Angst der Strecke wortwörtlich auf den Schultern lieg. Zum Glück gibt es Pacer! Maurice lenkte mich ab, sagte mir Kilomenter für Kilimeter die Durchschnitsszeiten durch und unterhielt mich. Ich wurde locker – die Strecke wurde leicht und die Atmosphäre war unglaublich. Fast jeden Kilometer feuerten uns Trommler an (ich habe jedes Mal Gänsehaut bekommen). Unfassbar.

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Ab Kilometer 16 fragte Maurice mich, was noch so geht. Ich fühlte mich gut, also wurden wir schneller. Zu erst 5.35 (auf dem ersten Teil der Strecke) dann ab 16km schneller und schneller : 5:20, 5:10,5:00, und haltet euch fest! Der letzte Kilimeter war 4:50 min/km. WHAT? Ich bin selbst bei kurzen Intervallen nie so schnell im Training gelaufen. Wahnsinn! Ich bin so stolz was man aus mir raushollen konnte und es war ein super Gefühl am Nike Cheering Point vom Team angefeuert zu werden!

 

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Kurz vorm Ziel traf ich auch noch Linda und wir liefen Zeitgleich ins Ziel ein. Meine Endzeit war 1:57:49 h. Wahnsinn! Ich bin super stolz auf mich und die ganze Crew und war so überwältigt von der Atmosphäre. Danach taten die Beine zwar ordentlich weh aber das spielte keine Rolle mehr. Ich kann jedem nur ans Herz legen, so etwas auch zu erleben – Ihr werdet es nicht bereuen versprochen!

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7 thoughts on “ABOUT LAST WEEK END #berlinhalf

  1. Hey Maren,
    Wahnsinn! Der Post beschreibt echt zu gut wie toll die gesamte Atmosphäre und Stimmung des Events war. Glückwunsch zu deiner Leistung! Die Hauptsache ist doch, dass man Spaß hat und gesund ins Ziel kommt und wenn die Zeit auch noch stimmt: umso besser.
    Ich bin selbst auch zum ersten mal mitgelaufen und bin absolut glücklich mit meiner Zeit. Es lief einfach viel viel besser als ich erwartet habe. Bei so einem großen Lauf ist es echt noch mal was komplett anderes, weil man so sehr von der Menge mitgerissen wird und die Unterstützung der ganzen Zuschauer echt überwältigend ist, so dass man das beste aus sich rausholen will. Der Nike Cheering Club bei km 19 war mein absolutes Highlight. Die ganzen tollen Menschen haben mich so so motiviert und angespornt, dass ich da schon meinen Schlusssprint begann und diesen auch durchzog :D.
    Schade, dass ich dich beim Lauf nicht gesehen habe und du leider auch nicht zum shake out run am Samstag kommen konntest. Vielleicht sieht man sich mal irgendwann beim NRC in Berlin, wenn du da bist.
    Hast du dir einen weiteren Lauf als nächstes Ziel vorgenommen oder möchtest du nächstes Jahr wieder beim HM in Berlin mitlaufen?
    Ganz liebe Grüße! 🙂

    1. Ja gerne! Ich bin beim NRC immer dabei wenn ich in Berlin bin <3
      Danke du süße, kannst stolz auf dich sein!

      Ja ich will dieses Jahr definitiv noch einen laufen, weiß aber nicht welchen 🙂

  2. Toller Beitrag! <3
    War trotz der ganzen Umstände dennoch ein super Wochenende mit dir.

    Bin sooo stolz auf deine Zeit vom HM!

    Eva :-*

  3. Wow! Das klingt nach einer anstrengenden und nervtötenden Anreise. Etwas, was man an soeinem Tag braucht… Trotz allem Stress du am nächsten Tag alles gegeben – Respekt! Und gratuliere zu deinem tollen Ergebnis!
    Ich würde auch mal gerne einen Marathon laufen… Bin nur mal einen 12km Schüler- Lauf gelaufen (bin auch erst I4 :)) und habe 6min/km gebraucht… Viel Übung ist das einzige was man machen kann um schneller zu sein, oder?

    Uns könntest du mal deinen Ernährungsplan posten?
    LG?

  4. Hallo Maren,

    mir ist aufgefallen, dass du und die anderen gar nicht die klassischen (hässlichen) Laufschuhe tragt. Kannst du welche empfehlen? Mir wird im Laufschuh-Laden immer nur die klobigen Treter empfohlen! :-/ Die schicken Nike sind keine richtigen Laufschuhe höre ich da ständig und sowas… obwohl sie ja auch als Laufschuhe angeboten werden. Was würdest du denn da empfehlen?

    Lieben Gruß Lisa

  5. Hallo Maren,

    super schöner Beitrag! Ich selbst helfe seit etlichen Jahren u.a. beim Berliner Halbmartahon mit und bin jedes mal wieder geflasht von den Leuten und der Athmosphäre 🙂 Bis vielleicht nächstes Jahr … dann aber auch von meiner Seite aus auf der Strecke 😉

    Alles Liebe für dich und bleib wie du bist,
    ganz Liebe Grüße aus Berlin von Schirin

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