BERLIN MARATHON PART 2 / NIKE RUNNING

Ich kann meine Beine zwar immer noch spüren, aber immer noch nicht ganz begreifen was letzten Sonntag passiert ist: Mein zweiter Berlin Marathon. In diesem Jahr voller Verletzungen und Veränderungen. Hier versuche ich mal ganz kurz runter zu schreiben, wie ich mich vorbereitet habe, wie meine Gedanken waren und wie ich meine Bestzeit geschafft habe.

Dieser Beitrag enthält Werbung mit Nike Running

Zuvor möchte ich aber eine Woche zurückspulen: Montag 11.09.: ich wachte mit einem schmerzenden Kratzen im Hals und Kopfschmerzen auf. Nein, ich war nicht feiern – ich wurde krank. Cool bleiben und Tee trinken hat natürlich nichts gebracht, ich ließ es einfach zu. Organisatorisch schleppte ich mich durch die Woche, da noch einiges für Kopenhagen, Berlin und Vancouver erledigt werden musste. Donnerstag ging dann mein Flieger nach Kopenhagen zusammen mit den Kraftrunnern aus Berlin. Bereits in meiner Story bei Instagram habe ich öfters Fragen bekommen, ob ich durch eine Kooperation mit den Jungs laufen gehe oder weshalb ich so begeistert und oft dort bin. Ich persönlich finde einfach das Konzept, dass man zusammen Laufen geht und nachher noch Zeit (mit oder ohne Bier) miteinander verbringt unheimlich schön.

In letzter Zeit habe ich immer das Gefühl, dass Training immer nur irgendwie und am Besten besonders schnell absolviert werden muss. Dort nimmt man sich wirklich mehr Zeit füreinander und ist mit einer wirklich tollen Truppe zusammen. Wenn ihr also mal in Berlin seid, oder wohnt, schaut definitiv mal vorbei.

Den Kopenhagen Halbmarathon habe ich aufgrund der doofen Erkältung absagen müssen. Ich wusste ja, dass in einer Woche Berlin 42K anstand und wollte daher meine Kräfte etwas einteilen.

Nach dem Halbmarathon wurde dennoch mit der ganzen Gruppe gut gefeiert, getrunken und gegessen – Marathonvorbereitung mal anders. Vergangenes Jahr habe ich immer eifrig meine tausenden Longruns gemacht und clean gegessen, war nie feiern und habe alles auf einen Tag getimed. Okay, dieses Jahr sollte das wohl etwas anders „laufen“ 😉 Viel lockerer und mit Spaß saß ich in der Maschine nach Berlin und freute mich aufs kommende Wochenende.

Ich war schon total gespannt wer in Berlin an der Spitze das Rennen machen wird. Eluid Kipchoge hat seit Monza absolut mein Herz. Als ich ihn damals um 5 Uhr in der früh sah, wie er versuchte im Mai mit zwei anderen Athleten die 2 h Marke zu knacken, war ich so unfassbar motiviert auch schneller zu werden.

Seine gesamte Geschichte ist so faszinierend. Zusammen mit Nike durften wir die offizielle Dokumentation über seine Vorbereitung im Kino in Berlin sehen. Besser konnte man sich mental nicht auf einen Lauf vorbereiten. Besonders toll war es auch einige Leute vom damaligen Event in Monza wieder zu treffen: Chicago, Mailad, London .. einfach alle Nationen waren dabei! 

Gleichzeitig muss ich zugeben, das es bislang das beste und emotionalste Event war auf dem ich je gewesen bin. Aber nun zurück zum Marathon. Die Doku müsst ihr euch aber angucken, okay?

http://channel.nationalgeographic.com/breaking2/videos/breaking2/



Ich ging zusammen mit Lars an den Start. Am Abend zuvor hatte ich reichlich Pasta gegessen und am morgen ein Milchbrötchen mit Honig, eine halbe Banane und viel Wasser getrunken. Ich mache keine großartigen Experimente vor einem Lauf, muss aber gestehen dass ich einen sehr unkomplizierten Magen habe, der mir viel erlaubt ;-)

Ich stand im Startblock D und hatte so unfassbare Lust zu laufen. Von Angst war keine Rede mehr. Ich wollte einfach #knallgas geben und lief selbstbewusst nach 10 Tagen ohne Training mit 5:00 min/Km los. Ich fühlte mich gut. Trotz Regen motivierte ich mich mit Lars und wir haben uns immer unterhalten bzw. abgelenkt als mal ruhigere Strecken (mit weniger Leuten) vor uns Lagen. Ab Kilometer 21 stieg Steffi ein. (@ballerinas_world) Ich kann euch nicht sagen wie dankbar ich für sie war. Locker aber auch ambitioniert pushte sie mich so extrem, dass ich immer schneller wurde. Erst 4:55, dann 4:50 und am Ende bin ich 4:30 min/km gelaufen. Really? Ich? Gestehen musste ich allerdings, dass ich ab 28 km überhaupt keine Lust mehr hatte. Ich wollte einfach nicht mehr Laufen, habe mich dann aber bis km 35 motiviert weil ich wusste das in 10 Kilometer der Cheerpoint von Bridge The Gap kam. Was mich dort erwartete war der Wahnsinn: Ein riesiger Teufel-Truck, Konfettikanonen, mega Musik und eine unglaubliche Crew von Leuten die ich in der letzten Zeit so sehr ins Herz geschlossen habe.

Foto: Björn Ewes / @studyo314

Fotos: Max Menning

Danach wurde es noch mal schwer aber ich rannte irgendwie ins Ziel. Wow: 3:30:04h. Echt? Ja! Ich bin tatsächlich 11 Minuten schneller geworden. Wie? Durch die richtigen Leute, Spaß, keine Einschränkungen, viel Tanzen und das richtige Mindset. Kipchoge war übrigens nach 2:03:32 h im Ziel und konnte sein Saisonziel nicht erreichen, da in Berlin die Wetterbedingungen nicht optimal waren und ja – jeder Athlet ist nicht jeden Tag in Bestform. Er war jedenfalls später frisch geduscht und glücklich im Nike Store in Berlin und stand für Interviewfragen sowie eine Autogrammstunde bereit. Zu der Zeit lag ich nach einer Wanne im Bett und musste erstmal mit meinem Leben klar kommen – haha -. Später ging es dann zur Afterparty. Dort habe ich auch die Maschinen von WeRunFrankfurt getroffen, die Flooorrriii (und auch liebesweise mich) unterstützten. Danke noch ,al für diese unvergesslichen Momente.

Ich habe immer noch Schmerzen in den Beinen und sitze grade im Auto auf dem Weg nach Amsterdam. Morgen geht’s nach Kanada. Ohgott, der September macht mich fertig.

Ich drück euch ganz fest und hoffe ihr habt einen Eindruck von meinem Wochenende bekommen.

@studyo314



xx Maren

3 thoughts on “BERLIN MARATHON PART 2 / NIKE RUNNING

  1. Glückwunsch! Ich habe in ein paar Tagen selber einen Lauf und bin jetzt so richtig motiviert auch „knallgas“ zu geben 😀
    Liebe Grüße

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