Hoffnungsträger – Nicht nur Labern, machen!

Weihnachtszeit. Nächstenliebe hier, Familienliebe und Zusammensein dort. Mit etlichen Zitaten und Sprüchen werden wir zum Jahresende zugekleistert um den „gesellschaftlichen Stellenwert“ der Weihnachtszeit überall zu spüren. Ich bin das beste Beispiel dafür. Meine Geschenke dieses Jahr müssen einen persönlichen Bezug haben und dennoch objektiv gefallen. Sie sollten schön verpackt sein und möglichst von großen Nutzen sein. Als ich dabei an meine Geschenke, die ich letztes Jahr bekam nachdachte, musste ich wirklich grübeln. Was war das alles noch Mal? Klar, materielle Sachen, tolle Ideen und Geld – schön. Jedes einzelne Geschenk verliert trotzdem seinen Wert mit der Dauer und hat jeweils nur einen individuellen Nutzen.

Read More

Gegenwind

 

Kennt ihr das, wenn einem einfach wie Worte fehlen um gewisse Situationen und Gefühlslagen zu beschreiben? Wenn eine Metapher oder ein bildlicher Vergleich eure Lage einfach viel besser trifft und gleichzeitig in einen „harmlosen“ Mantel verpackt? Genau das erlebe ich grade:

Read More

GENERATION MÜDE

Ein normaler Sonntagabend. Ich sitze zusammen mit meinen Eltern beim Abendessen und wir reden. Das Thema Urlaub fällt. Besonders schön um von den kalten Temperaturen draußen abzulenken. „Maren, wie sieht eigentlich deine Planung aus nächsten Sommer?“, fragt mich meine Mutter. Um ehrlich zu sein weiß ich nicht mal wie genau meine Pläne der kommenden zwei Wochen sind und selbst Silvester scheint mir noch gefühlte zwei Jahre entfernt. Sommer? Da bin ich noch gar nicht. Meine Eltern diskutieren. Letztens sahen wir im Fernsehen eine Dokumentation über Kreuzfahrten. Schiff X fährt quer durch das Mittelmeer und steuert diverse Touristenziele sowie beliebte Meerengen und Orte an. Cool, aber doch was für Rentner oder? Eben nicht! Der Großteil der Passagiere dieser Schifftour hatten ein Alter zwischen 25-32. Meine Eltern diskutieren weiter. „Sowas hätten wir früher nie gemacht, das ist doch langweilig sowas.“ Geplante Touren, feste Zeiten für Mahlzeiten abgerundet mit dem Unterhaltungsprogramm für abends, das Showauftritte und Muscials beinhaltet. Alles lädt ein um sich „berieseln“ zu lassen. Aber wieso ist das so? Wieso ergreifen wir in unseren jungen und kreativen Jahren nicht eigene Initiative unseren Urlaub zu gestalten? Wieso wollen wir die absolute Sicherheit und nicht einen Ausflug ins Ungewisse?

Ich erkannte mich wieder. Ich hatte selbst dieses Jahr einen solchen Urlaub gemacht und fuhr sogar bewusst in ein Ü18 Hotel um auch ja meine Ruhe am Pool zu haben. Ich aß weiter und dachte nach, wie ich mich vor meinen Eltern rechtfertigen konnte. Irgendwie hatten sie ja recht? War es nicht früher cooler, mal ohne Handy und All-Inklusive-Bändchen wegzufahren und nicht nur die geographische Distanz von Zuhause zu buchen sondern zugleich eine kulturelle Herausforderung?

Warum traf ich diese Entscheidung? Mich unterscheidet eins von meinen Eltern. Ein Paket voller Jahre, das einiges verändert hat. Meine Eltern sind eine Generation, die noch eine Meinung hatte und für etwas „stand“. Sie demonstrierten obwohl sie nicht mal genau wussten wofür und legten einfach Wert darauf einen Gegenpol gegen den Durchschnitt darzustellen. Zumindest ein bisschen. Wir hingegen sind müde. Wir sind müde von 12 Jahren Schule und viel zu langen Schultagen und Klausurdruck. Abitur war früher eher eine Seltenheit und ist heute ein Must-Have. Wir sind eine Generation der Selbstdarstellung (Achtung, Selfie!) und der Selbstverwirklichung. Jeden Tag werden wir angeblich mit dem Slogan „Follow your Dream, Live your Passion“ motiviert in den Tag zu starten. Motivation? Also bitte, wir reden hier im Imperativ. Uns wird gesellschaftlich befohlen einer Leidenschaft nachzugehen und uns in unserem Job zu verwirklichen. Wir suchen krampfhaft nach Hobbies und Aufgaben die scheinbar toll zu uns passen und genau das repräsentieren, das wir eigentlich sind. Upssss, plötzlich sind wir alle leidenschaftliche Veganer und Freizeitsportler und studieren nebenbei BWL für alle Fälle um noch ein passendes Start-Up zu gründen. Das soll jetzt weder ein Angriff noch ein Lob für unsere Generation sein sondern vielmehr suche ich grade eine Erklärung für unser Bedürfnis nach „einfachen“ zwei Wochen. Im Jahrzehnt, in dem wir eine App brauchen um zu Relaxen und uns diverse Yoga-Arten vom Alltag ablenken sollen, brauchen wir eine Auszeit „á la Rentner“.

Die Revolution oder Berlin Tag und Nacht“ heißt es in einem deutschen Radiolied. Den Song mag ich nicht aber er ist so ekelhaft wahr. Wir fahren in den Urlaub um doch irgendwie Zuhause zu sein. Nein, wir brauchen ein Upgrade von Zuhause: Nicht kochen, kein Haushalt aber bitte WLAN und glutenfreie Pancakes am morgen. Wir wollen im Urlaub gemeinsam zu 0-8-15 Songs klatschen und uns entspannt in einen Sessel fallen lassen nachdem wir uns am Buffet den Bauch vollgeschlagen haben. Deswegen sind wir keine schlechten Menschen sondern vielmehr solche, die müde sind von einer medialen Reizüberflutung und einem Überangebot von Chancen und Reizen des Erfolgs.

Dieser Beitrag soll weder ein Angriff noch eine gemeine Darstellung unserer Gesellschaft sein , versteht mich bitte nicht falsch – Mir stellt sich nur die Frage wo das Ganze hinführt und ob uns der Leistungsdruck, dem wir irgendwie doch täglich ausgesetzt sind in Zukunft entfliehen können. Gleichzeitig möchte ich euch nur sagen, dass es weder schlimm ist noch nicht seine perfekte Leidenschaft gefunden zu haben auch wenn dir jedes Medium förmlich befielt deinen Traum tagtäglich zu leben. Erfinde dich neu, teste aus und bitte – mach Fehler und falle hin, damit du lernst dein Leben nach deinen Vorstellungen zu gestalten.

Ich wünsche euch einen tollen Abend

xx Maren

HOW TO BECOME AN „EARLY BIRD“

Früher konnte ich locker bis 10 / 11 Uhr schlafen. Heute habe ich da meistens schon eine Sproteinheit, Mails und mein Frühstück geschafft und sitze innerhalb der Woche auch bereits in meinem Hörsaal. Wie? Ich habe euch meine Tipps zusammengefasst:

nrc_shakeoutrun_3

BE PREPARED

Vorbereitung ist alles! Sachen rauslegen, Zusammenpacken und Ordnen! Morgens um 5/6 Uhr ist die Motivation nämlich meistens ganz weit weg und durch Müdigkeit kann es schwer werden an alles zu denken.

FRÜH SCHLAFEN GEHEN

Schwer, aber essentiell! Ihr braucht Schlaf um morgens voller Energie in den Tag zu starten und euch vor allem vom Vortag zu erholen. Das Einpendeln des Rhythmus dauert meist einige Wochen – lohnt sich aber. Tipps zum Einschlafen findet ihr hier.

ERFRISCHUNG BITTE

Kalt aber genial. Lasst morgens am Besten direkt nach dem Aufstehen kaltes Wasser über eure Handgelenke bzw. euer Gesicht laufen. Für diejenigen, die morgens keinen Sport machen und arbeiten: Eiskalt duschen. Den Frühsportlern empfehle ich besonders nach Sporteinheiten draußen (angesichts der Temperaturen) eine warme bzw. eine Wechseldusche.

NICHT NACHDENKEN

Wirklich! Einfach machen. „Länger schlafen, vor dem Tv entspannen“ .. – Gibt diesen Gedanken gar keine Chance sich zu verbreiten und haltet euch den Grund euerer Weckerzeit vor Augen: „You can do it“

MOTIVATION

Kann besonders bei schweren Sporteinheiten helfen! Bei YouTube findet ihr zahlreiche Motivationsclips und lange Videos zu diesem Thema. Je nach Sportart/Vorhaben könnt ihr dort auswählen und euch Inspirieren lassen.

Ich finde dieses Video besonders im Angesicht der kalten Temperaturen toll:

MUSIK

Ich brauche einfach Musik oder Radio um in den Tag zu starten. So habt ihr direkt jemanden „der mit euch redet“ und ihr werdet wacher und wacher. Auch das morgentliche Training fängt bei mir mit der richtigen Musik an: Play – und los geht’s!

DAS GEFÜHL DANACH

Es gibt wirklich nichts besseres als nach dem Frühsport sich unter eine warme Dusche zu stellen, den Geruch vom Kaffee zu riechen und sich voller Adrenalin und Endorphinen frisch für den Tag zu machen. Manchmal ist es erst 7:30 Uhr und alles liegt noch vor euch! Besonders nach der Uni/Schule/Arbeit, wenn es draußen kalt und ungemütlich ist müsst ihr euch nicht ins (völlig überfüllte) Studio schleppen sondern habt euch einen Abend auf der Couch verdient. Wer lieber abends trainiert, kann das natürlich machen. Dafür wird dann am nächsten Tag länger geschlafen.

MEIN PERSÖNLICHER BENEFIT

Die Ruhe. Die Straßen sind ruhig, still und unbefahren und das Beste: Whatsapp, Mails, etc. sind auf null. Fast niemand ist wach und ihr könnt euch voll auf euch konzentrieren. Ich habe gemerkt, wie gut es mir tut für mich zu sein und bereits Morgens meine Gedanken zu sortieren. Ich plane meine Ziele und strukturiere mein Vorhaben, sodass ich genau weiß „wie“ der kommende Tag wird. Durch ein absolviertes Workout verspreche ich euch mehr Selbstvertrauen, das ihr auf den ganzen Tag anwenden könnt. Hey, ihr habt schon um 5 Uhr morgens trainiert, was kann noch schief gehen?

Derzeit trainiere ich oft mit Flooorriii „zusammen“, zumindest virtuell. Bereits den Abend vorher werden die Einheiten geplant und es wird sich gepusht, gut – oder? So wisst ihr, dass ihr nicht allein seid und habt noch einen Ansporn mehr. Für die jeweiligen Workouts benutze ich derzeit die App „Freeletics“ – Bodyweight und Running. Dort entscheide ich immer relativ spontan oder halt zusammen mit Flo, welches Workout durchgepowert wird.

Seid ihr eher Morgenmenschen oder Nachteulen? Wie könnt ihr euch motivieren? Ich würde mich sehr über ein Feedback freuen!

Ich schalte mich mal ab und sage gute Nacht,

Xx Maren

MY FAVORITE (NRW) FOOD-SPOTS

#ALLMYMONEYFORFOOD. Wer es mitbekommen hat, weiß dass dieser Hashtag meine aktuelle Lebenssituation beschreibt. Aber hey, Essen ist doch auch einer der besten Investitionen, nicht wahr?

Mein finanzieller Untergang wäre allerdings eine Stadt wie Berlin oder Hamburg. Allein mit Diana und Lisa bin ich dort von Thailänder zu Thailänder getingelt und wir haben es uns gut gehen lassen. Das Schöne an Städten wie Berlin, Hamburg und München? Die zahlreichen Start-Ups die mittlerweile jedem Ernährungsstil die Möglichkeit bieten, sich bestens zurecht zu finden. Vegan, vegetarisch, Laktose- und Glutenfrei und am Besten noch super gesund.

Das vermeidet langes Suchen und nervige Diskussionen zum Restaurantaufenthalt.

Wie ihr wisst, lebe ich schon immer im Ruhrgebiet und komme daher eher mit zahlreichen „Buden“ und Schnellrestaurants in Kontakt, die (naja) nicht ganz meiner Ernährungsphilosophie entsprechen. Dennoch machen „Wir“ uns. Die meisten Einkaufszentren verfügen über Salatbars und gesunde Restaurants, wo man toll essen kann. Hier mal ein Favoriten der letzten Zeit.

Sattgruen

Am Sonntag bin ich spontan mit einer Freundin in Düsseldorf zu sattgruen eingekehrt und wir waren total begeistert! Man wählt zunächst eine Tellergröße (S, M, L) aus und kann sich diesen dann beliebig am Buffet gestalten. Zur Auswahl stehen Diverse Salate und warme Gerichte wie fruchtige Currys.

fullsizerender-3

Preis zwischen 6,00 € -13,90€

Mongo’s

Einer meiner Lieblinge! An einem „Food-Markt“ kann man sich aus quasi allen Gemüse-, Fleisch- und Fischsorten eine Schüssel zusammenstellen, die dann mit einer Marinade nach Wahl zum Tisch serviert wird. Herrlich! Alles wird ganz nach Bedarf und frisch zubreitet.

img_3835

img_7368

TIPP: Für studenten kostet das All-you-Can-Eat nur knapp 16,90€ innerhalb der Woche.

Vapiano

Geht immer! Frisch, lecker, toll! Am liebsten Esse ich die Nudeln „Estiva“ mit Dinkelfussili. Aber auch die Salatvariationen sind super. Reef and Beef oder ein Mista mit Scampi sind meistens mein Plan für den Abend – beim Dressing nehme ich immer das Rucola-Senf („Aber bitte nur wenig“) J Im Vapiano müsst ihr euch einfach trauen zu sprechen. Es ist meistens auch kein Problem Zutaten zu variieren oder auszutauschen.

img_8497

Preise zwischen 8,90-10,90€

MoschMosch

Gibt es jetzt bei uns im Centro. Bislang habe ich dort eine „Ramen“-Suppe gegessen, die sogar LowCarb angeboten wird. Statt normaler Nudeln gibt es da diese „Zoodels“ mit Tofu, Gemüse oder Huhn. (7,50€) Bei den Vorspeisen liebe ich Edamame mit viel Salz. Dort reicht meist eine Portion für 2 und diese kostet nur 3,50€

img_9188

Pizzeria Mamma’s Simple Food

Oh my God! Ich bin leider Pizza-addicted und brauche mittlerweile mindestens alle zwei Wochen eine auf dem Teller. Beim Laufen hat man dort die beste Power, versprochen! Diese Pizzeria ist bisher nur bei mir in der Nähe in Dinslaken und macht meiner Meinung nach die beste Pizza, die es gibt! Und Leute, ich war schon mindestens 20 mal in Italien. Mein Favorit ist dort die Pizza Parma Rucola mit Parmesan.

Preise zwischen 7,00€-12,90€

fullsizerender

Wer aus Düsseldorf oder Köln kommt, sollte mal bei 485 grad vorbeischauen. Dort sind die Pizzen sehr kreativ gestaltet und super lecker! In einem kleinen, gemütlichen Ambiente kann man dort saisonale Spezialitäten (wie grünen Spargel) auf der Pizza genießen. Top!

img_8674

Preise zwischen 7,00€-12,90€

Dean and David

Geht auch immer. Ob zum mitnehmen oder dort – da gibt’s jeden Salat/Wrap nach Wahl und vor allem total frisch. Das solltet ihr unbedingt mal ausprobieren! Auch dort könnt ihr natürlich Sonderwünsche ordern: einfach weniger Öl beim anbraten nehmen, top!
img_2375

Preise zwischen 7,00€-9,90€

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in meine Top-Restaurants geben 🙂 Vielleicht lasst ihr mich ja auch an euren Tipps teilhaben? Ich würde mich sehr über eure Favoriten freuen!

xx Maren

ABSCHALTEN, BITTE

Eine sehr widersprüchliche Aufforderung einer Bloggerin, oder? Social Media und mein Handy sind mittlerweile zwei Dinge in meinem Leben, die schwer weg zu denken sind. Seit circa 1.5 Jahren ist es mein Job und meine Leidenschaft täglich online zu sein und mein Leben öffentlich mit einer tollen Community zu teilen. Mein Handy koordiniert alles: Motivation, Musik, Sport, Uni , Freunde, Nachrichten, Fotos und vieles mehr. Dennoch fühle ich mich seit etwa 3 Wochen immer mehr ausgebrannt. Klar, mein Alltag hat sich verändert. Plötzlich ist da nicht „nur“ noch die Marathonvorbereitung und das Bloggen sondern auch das dritte Semester, das meine Zeit weiter eingrenzt. Da ich (leider) ein sehr perfektionistischer, gewissenhafter Mensch bin möchte ich natürlich allen Baustellen meines Lebens bestmöglich gerecht werden und merke, wie ich ein ganz wichtiger Faktor darunter leidet: mein Schlaf.

Seit ich 15 bin habe ich regelmäßig mit Einschlafproblemen zu kämpfen. Das „Abschalten“ am Abend fällt mir enorm schwer, da ich mit den Gedanken meistens schon inmitten meiner Tagesplanung für den nächsten Tag stecke. Nun bin ich 21 Jahre alt und kann meine Erfahrungen mit diversen Tipps und Tricks mit euch teilen. Jeder Körper und jeder Geist ist natürlich total unterschiedlich und reagiert dementsprechend individuell.

 

Routine finden ist meines Erachtens der Kernaufgabe eines jeden Abends um sich mental etwas beruhigen zu können. Besonders nach einem anstrengenden und langen Tag kann es helfen, sich auf einen ruhigen Abend zu freuen.

 

 

  1. Nicht zu schwer essen. Ich weiß gerade ich mit meiner Magerquark-Abend-Sucht bin kein Paradebeispiel. Dennoch plane ich meine letzte „leichte“ Mahlzeit mindestens 1.5 h vor dem Schlafengehen ein, damit mir mein Essen nicht schwer im Magen liegt. Besonders fettige oder schwer verdauliche Mahlzeiten meiden.
  2. Den Schlafraum gut lüften. Besonders jetzt bei der klaren und kalten Herbstluft genial. Meistens lüfte ich 10-15 Minuten mein ganzes Zimmer durch um mich dann ins warme Bett zu kuscheln. Frische Luft hilft beim einschlafen.

  3. Das Handy weglegen. Ein Kunststück für mich, aber dennoch so hilfreich! Handy in den Flugmodus und am besten umdrehen. Danach seid ihr allein mit euren Gedanken und werdet nicht von Whatsapp gestört.

  4. Gedichte, Zitate: gehen meistens etwas „schneller“ und prägen sich ein. Oft gehen mit einzelne tolle Sätze durch den Kopf, sodass ich mich nur auf sie und nicht auf den Alltagsstress konzentriere.
  5. Nicht auf die Uhr gucken und unter Druck setzen! Das habe ich früher immer gemacht und dann die Stunden runter gezählt, die mir bis zum Wecker bleiben. Fakt ist: davon habt ihr nichts als zusätzlich Stress, der euch aufwühlt und weiterhin vom Schlafen abhält.
  6. Kein Koffein vor dem Schlafen gehen. Mein Hausarzt hat es mir empfohlen, ca. 8 Stunden vor dem Schlafengehen kein Koffein zu konsumieren. Ich bin leider sehr sensibel was Koffein betrifft, sodass mir selbst eine 0,5L-Coke-zero Herzrasen verschafft – vielleicht Probiert ihr es mal aus.

  7. Sachen vorbereiten: Tasche packen, Sachen rauslegen (egal, ob für den Sport oder die Arbeit) beruhigt immens, da ihr nicht eine weitere „Aufgabe“ am kommenden Tag erledigen müsst – vertraut mir.
  8. Langes Fernsehen meiden: Insbesondere die Serien-Junkies werden mich jetzt hassen aber besonders bei medialer „Beflutung“ werdet ihr unterbewusst gestresst und aufgewühlt. Besser früh den TV abschalten, sodass ihr mehr Zeit für euch habt.

  9. Es muss kein besonderer Schlaf-Detox-Vegan-Tee für 40€ sein. Der einfache von DM oder Aldi tut es auch. Besonders gut schmeckt er nicht, hilft aber durch seine Zusammensetzung aus Lavendel und Baldrian pflanzlich und entspannt.
  10. Spaziergänge am Abend statt heftiges Training. Solange es euer Alltag/Trainingsplan ermöglicht, versucht in den späten Abendstunden besser kein intensiven HIIT oder Krafttraining zu machen. Plant auf jeden Fall noch zwei Stunden ein, bis ihr ins Bett geht damit euer Körper nicht mehr auf „Leistung sondern auf Entspannung eingestellt ist.

Ich erwische mich in letzter Zeit selbst, wie ich parallel zum TV und Snapchat-Storys anderer meinen Laptop auf dem Schoß habe und dort weiterhin medial beschossen werde. Demnach kann ich euch ePaper (Zeitungen) oder eBooks (Handy) nicht wirklich empfehlen. Die ständige Verbindung zum Internet ist verführerisch und ablenkend. Ihr werdet entspannter wenn ihr euch auf nur einen guten Roman oder einen tollen Artikel in eurer Lieblingszeitschrift konzentriert und diverse Whatsapp-Konversationen außer Acht lasst.
Mails, Sprachnachriten und Instagramposts können auch mal warten. Auf wen? Auf dich. Auf das gute Recht deines Körpers sich mal ausgiebig zu entspannen und sich zu erholen. Diese „ME“-Time wird leider viel zu selten toleriert, da wir ja „online waren“ und die Nachricht „gesehen“ haben. Wie fies! Versucht euch nicht zu stressen – die richtigen Freunde werden es durchaus verstehen, wenn ihr mal nicht antwortet und euch mal Zeit für euch nehmt.

Das war eine kleine Zusammenstellung meiner Erfahrungen und Meinungen bezüglich innerer Unruhe und Schlaflosigkeit. Klar, ich es nicht auf jede Person einzeln anzuwenden und ich persönlich tappe selbst oft in die alten Fallen und stresse mich, wenn mein Handy wieder 2 Uhr in der Nacht aufzeigt. Dennoch gilt es ruhiger zu werden und meine Körper bei der physischen und psychischen Belastungen mindestens 7-8 Stunden Ruhe zu gönnen.

Gerne könnt ihr mir auch eure Tipps bezüglich Schlaflosigkeit und Stress da lasssen! Mandalas, Klavierspielen- einiges habe ich von euch schon gehört. Gibt es da noch was? Lasst es mich wissen,

 

Einen tollen Wochenstart wünsche ich euch.

 

Xx Maren

LIFE UPDATE, INSTAGRAM + FRIENDSHIP

Folgen und entfolgen. So einfach stellt man seine eigene soziale „Instagramwelt“ zusammen. Fitness, Lifestyle, Mode, Beauty – je nach Gusto folgen wir wildfremden Menschen und teilen je nach Zeit und Laune unser Leben in Form von gefilterten Bildern mit ihnen. Die Schattenseiten und „ungefilterten“ Nebenwirkungen dieser kleinen lila App sind mir selbst widerfahren und ich kann während meiner zweijährigen Aktivität behaupten, jede noch so dumme Erfahrung mitgemacht zu haben. Shoutouts, Triangl-Bikini’s, Like4Like, viel zu gestellte Bilder und bewundernde Kommentare unter „große“ Accounts um Aufmerksamkeit zu bekommen. Mittlerweile belächele ich meine frühere Darstellung im Internet, bereue sie jedoch nicht (direkt). Ich habe aussortiert und selektiert welche Accounts mir wirklich Mehrwert bieten und welche Personen mich ergänzend zu meinem Alltag inspirieren ohne mich unter Druck zu setzen. Ganz ehrlich? Ich war auch Opfer der „Banana-Girls“ die nach 100g Haferflocken, 200g Datteln und 8 Bananen jeden Morgen zum Frühstück eine „Post-Breakfast-Shape“ haben wie ein Victoria’s Secret Model dank diverser Detox-Tees. Mein Resultat waren Bauchschmerzen, ein schlechtes Gewissen und ein geringeres Selbstwertgefühl. So selbstsicher ich für Manche auf sozialen Medien erscheinen mag, ich hatte eine lange Zeit damit zu kämpfen und bin dank der Selektion meiner Abonnements „geheilt“ und befreit von dem ständigen Vergleich.

Aber nach welchem Schema habe ich ausgewählt, wer meinen Feed schmückt? Tja, zum Einen hat Snapchat enorm das Bild mancher Accounts zurechtgerückt. Die tollen Mädchen mit den langen, gepflegten Haaren und Traumfiguren entpuppten sich zu 10-Sekunden-Snaps, die nur ihre Brüste oder ihren Booty präsentieren. Ein gesprochenes Wort? Nein. Maximal ein Rabattcode der sich zwischen den stark geschminkten Lippen hervorzwingt oder ein monotones „Hi Guys“. Für viele nett anzusehen, für mich jedoch absolute Zeitverschwendung. Von circa 20% meiner Abo’s war ich schockiert, von 20% gelangweilt, 10% ekelten mich an und den restlichen 50% gab ich noch eine Chance. Klar – man soll nicht rein über Snapchatstorys urteilen – dennoch finde ich, dass man bei den meisten Accounts relativ schnell eine bestimmte Sympathie empfindet oder zügig merkt, dass die Bewunderung Sekunde für Sekunde abnimmt bis sie elendig in der Historie verschwindet. Hart aber wahr.

Events öffneten mir ebenfalls die Augen. Ich habe mich so oft auf spezielle Blogger und „Stars“ gefreut, die sich ebenfalls als totale Enttäuschung entpuppten. Viele leben so sehr in ihrer Social-Media-Welt, dass es keine anderen Themen als Follower und Kooperationen gab. Schnell noch ein Bild um neue Abonennten zu generieren und das war’s. Top.

Nun aber zu den positive vibes: Freundschaften. Manchen Accounts folge ich seit Jahren und wir sind quasi „gemeinsam“ gewachsen und gereift. Via Events oder Instadirect haben wir unsere Handynummern ausgetauscht und somit auch unsere gemeinsamen Erfahrungen geteilt –  nicht nur über das Bloggen. Ich habe Freundinnen in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart und Köln gefunden, die die gleiche Leidenschaft verfolgen wie ich und durchaus den Job vom Privatleben zu „trennen“. Dank diesen Mädels (und Jungs) habe ich gewisse Fehler, insbesondere was mein Privatleben im Bereich Beziehung betrifft, vermeiden können und mich „richtig“ verhalten. Uns verbindet nämlich eins: Die Liebe zu einem Job, den viele von uns Bloggern nicht zwingend geplant haben und nun tagtäglich bestmöglich verwirklichen.

 

Hier seht ihr: Lisa, Diana

nike_running_movewithmatthias_maren_4

Lars, der mich beim Marathon begleitet hat

nike_running_movewithmatthias_maren_13

(Leider habe ich noch nicht alle tollen Fotos zusammen mit anderen Bloggern auf meiner neuen Festplatte, es sind natürlich mehrere tolle Insta-girls, die ich total knuddeln könnte!)

Gleichzeitig bin ich dankbar für jede Freundin, die soziale Medien völlig kalt lassen und mich nicht täglich auf Snapchat begleiten. Ganz andere Themen und Unterhaltungen führe ich dort und lasse mich inspirieren mal weniger auf mein Smartphone zu gucken und mehr in die Welt hinein. Auch wenn es schwer ist lasse ich dort mein Handy vollkommen außer Reichweite und bin ähnlich wie beim Joggen vollkommen frei.

nike_running_movewithmatthias_9

nike_running_movewithmatthias_maren_14

Somit bin ich vollkommen dankbar für einen vielseitigen und tollen Freundeskreis, der immer mehr und mehr wächst. Die „Veränderung“ in meinem Privatleben verwirklicht nun wirklich den Spruch, den mir so viele Follower von euch nachgesagt haben: „Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere“. DANKE! Genau das ist wahr geworden. Ich gehe viel mehr aus, genieße freie Abende mit YouTube und Tee ohne ein schlechtes Gewissen zu haben und kaufe nur Klamotten und Schminke die MIR gefällt. Klar, falle ich manchmal zurück udn fühle mich allein – aber dennoch stärker und mit der tollen Gewissheit so kluge, ermutigende und liebe Follower zu haben wie euch.

 

xx Maren

BERLIN MARATHON #UNLIMITEDME

Endlich war es so weit. Das Wochenende aller Wochenenden sollte beginnen – mich trennten nur noch 48 Stunden vom Berlin Marathon. Allein beim Herunterladen meiner Startunterlagen pochte mein Herz wie verrückt. Bevor ich meinen Startpass endlich auf dem Handy hatte, waren es jedoch harte Stunden für die Menschen um mich herum: Flo (wwww.flooorriii.de), der den Marathon bereits letztes Jahr lief, empfing bestimmt 5 unterschiedliche Nachrichten, ob ich alles richtig machte sowie Screenshots meiner Dokumente. Meine Mama beobachtete mich nur schmunzelnd auf der Couch und sah mir zu, wie ich tausend Mal zwischen Drucker und Koffer hin und her stolzierte, um auch ja das tausendste Mal zu überprüfen, ob alles vollständig war. Nach einer schlaflosen Nacht von Freitag auf Samstag ging es dann um 8.30 Uhr mit der Bahn Richtung Berlin.

Samstag 24.09., 13 Uhr: Angekommen. Mit dem Taxi fuhr ich „schnell“ zur Messe meine Startunterlagen abholen. Inmitten Läufern unterschiedlichster Nationen und Altersklassen nahm ich ganz stolz meinen Chip und meine Startunterlagen entgegen. Nun waren die Formalien für mich geregelt – mein Kopf hingegen realisierte die Zeilen „Anmeldung für 42km Lauf“ auf meinem Startpass immer noch nicht so wirklich. Aber keine Zeit um nachzudenken, los ging’s zum ShakeOut Runmit dem Nike+ Run Club!

nrc_shakeoutrun_3

nrc_shakeoutrun_2

15:00 Uhr: Zusammen mit Flo, Carina den tollen Pacern des NRCs ging es zu einem lockeren 5 km-Lauf durch Berlin. Sinn des Ganzen war es, die Beine noch mal zu durchbluten und zu lockern. Zuvor traf ich noch Jan Fitschen (der Nike Head Coach) der mir Mut machte und mir meine Trainingsleistung vor Augen hielt. Seine Worte stärkten mein Selbstbewusstsein immens und schwirrten mir während des ganzen Laufs durch den Kopf: „Maren, lass dich 42 km durch Berlin einfach mal feiern. Du hast hart gekämpft, toll trainiert und kannst das!“ – Okay, wieso nicht?

19:00 Uhr: Pasta-Party. Kohlenhydrate auffüllen sind physisch definitiv das Angenehmste des Wochenendes gewesen. Brot, leckere Antipasti und Bandnudeln sollten mir Energie für den kommenden Tag geben. In einer tollen Gruppe genossen wir das leckere Dinner und fielen danach müde ins Bett.

Sonntag. Raceday! 05:45 Uhr: Mein Wecker. Ich glaube dieses Mal war ich innerhalb einer Zehntelsekunde hellwach. Es war endlich so weit! Ich zog mir schnell meine Laufkleidung über, die ich mir bereits abends rausgelegt hatte. Auch meinen Chip habe ich am Vorabend an meinem Schuh befestigt – sicher ist sicher. Um 6 Uhr traf ich mich mit Flo und mehreren anderen Teilnehmern am Frühstück. Besonders lang war die Schlange vor dem Wasserspender sowie vorm Toaster. Zwei Honigbrote, ein kleines Milchtütchen und zwei Gläser Wasser sollten es sein. Keine Experimente vor dem Lauf! Nun waren es noch knapp 3 Stunden vor dem Startschuss. Genug Zeit, um die leichte Kost zu verdauen und nicht vollgegessen an den Start zu gehen.

Danach legte ich noch gut eine Stunde die Beine hoch und versuchte mich zu entspannen und zu fokussieren, bevor es in Richtung Startbereich ging. Ein kurzes Warm-Up mit meiner Pacerin Kim stand an. Ich kannte sie bereits von mehreren Nike Events, wir kamen jedoch nie dazu uns zu unterhalten. Gut, jetzt hatten wir knapp 4 Stunden Zeit (haha). Ihren ersten Marathon lief sie letztes Jahr und sprach mir ebenfalls Mut zu: „Es wird cool werden, wir rocken das – versprochen!“ Unglaubwürdig nickte ich. Nun war meine Nervosität nicht mehr zu verbergen (siehe unten)

nrc_marathon-43
nrc_shakeoutrun-39
Wir starteten in Block B, also weit vorne. Los geht’s! Ich versuchte locker zu bleiben und hielt mich an Kim, Flo, Julia und Lars. Die ersten 9 km blieben wir zusammen in einem Schnitt von 5:10 min/km. Normalerweise gehe ich so meine 15-21 km Läufe an, aber ich fühlte mich gut und hielt das Tempo.

nrc_marathon_3
Die Stimmung war unglaublich! Es gab, glaube ich, nicht eine Lücke, in der keine klatschenden und jubelnden Menschen standen. Gut alle 500m wurden wir von Trommeln, Musik und Cheerleadern begleitet – wow! Ich war sprachlos und bekam immer mehr Lust und Motivation hier „einen raus zu hauen“. Dennoch hatte ich eine riesige Blockade im Kopf bis Kilometer 20 zu bewältigen. Die ganze Zeit schwirrte mir im Kopf herum, dass ich viel zu schnell war und nicht mal die Hälfte geschafft hatte. Plötzlich hörte ich einen Läufer vor mir, der einem Partner einen weisen Satz sagte: „Schalte den Kopf aus, du brauchst nur deine Beine“. So wahr, oder? Nicht denken, rennen! Gesagt, getan. Ab der Hälfte zählten Kim und ich immer die noch bevorstehenden Kilometer runter und motivierten uns. Ich freute mich auf den Ku’Damm – Dort sollte ab 36KM der Nike Cheering Club stehen und uns anfeuern. Vor genau einem Jahr war ich dort und habe ebenfalls zugeschaut. Jetzt stehe ich selbst auf der Strecke und bin stolzer als je zuvor! Einige Meter früher traf ich Carina und Diana, die mir zujubelten. Ich war so unglaublich froh sie zu sehen und nahm diese Glücksgefühle weiter in Richtung Ziel. Den richtigen Schub Motivation hat dann noch der Nike Cheering Club mit cooler Musik, Applaus und schwingenden Fahnen gegeben.

Ab 38Km kam es dann allerdings: das Loch. Noch 20 Minuten bis zum Ziel. Ernsthaft? Selbst Kim sagte nichts mehr. Ich orientierte mich nur an ihrem Rhythmus und wir bestritten die letzten schmerzhaften Kilometer bis zum Brandenburger Tor. Von dort lief ich förmlich wie auf Wolken. Gleich ist es geschafft! Circa 200m vor der Ziellinie streckte Kim ihre Hand aus und fragte: „Zusammen?“ Ohne nachzudenken griff ich ihre Hand und wir überquerten gemeinsam die Ziellinie! Ich war sprachlos, mein absoluter #UNLIMITEDME-Moment. Nun weiß ich zu 100% Prozent „The only person who can tell you your limits is you – and even then you don’t have to listen“ – danke dafür, Nike!

nrc_marathon_4

Ich bin nach wie vor überwältigt von meiner Zeit. Das soll nicht eingebildet klingen sondern vielmehr unglaubwürdig. Ich hätte nie gedacht, dass ich mit einer Zeit von 3:41 h und einer Pace von 5:11 min/km einen Marathon laufen kann. Nie! Ich bin so dankbar für all die Unterstützung, Zitate, Glückwünsche eurerseits und weiß, dass ich diese Leistung nie ohne euch geschafft hätte. So schnulzig es klingen mag, es ist einfach die Wahrheit!

Übrigens: während des Rennens lief ich mit meinen Nike Pegasus 33 in Siegerblau J. Meine Füße bereiteten mir keinerlei Probleme. Nach dem Lauf folgten nur die „normalen“ Marathon-Beschwerden: schwere Beine und das Gefühl von einem Lastwagen überrollt worden zu sein. Ich hoffe aber, dass das in den kommenden Tagen vorbei geht! Eins weiß ich: mein Lächeln und mein Stolz über dieses Wochenende werden bleiben.

nrc_marathon-18

#UNLIMITEDME #NRC @nikerunning

 

SONNTAGSGEDANKEN

Wie ihr bestimmt mitbekommen habt, hat sich privat einiges verändert. Nein, meine Trennung möchte ich hier nicht genauer anprechen sondern vielmehr die das Leben hinter der Kamera. Joggen, Essen, Shoppen, Unboxing – ich lasse euch gerne an Allem teilhaben und habe bewusst über diverse Veränderungen in privater Anlehnung gesprochen. Sowohl privat als auch in meiner Beziehung ist sehr viel passiert, sodass sich meine sozialen Umstände einfach grundlegend umgekrempelt haben.

Es gibt die sagen wir es mal „vollen“ Tage. Für mich ein Heimspiel: Morgens früh aufstehen, laufen, essen, Mails, Fotos, Training, Verabredungen und Termine. An diesen Tagen weiß ich manchmal gar nicht wohin mit mir und meiner Zeit. Ich bin froh nur das jeweilige Zeitfenster im Auge zu behalten und nicht weiter nachzudenken. Das tue ich beim Laufen genug, meistens sogar zu viel. An solchen Tagen bin ich so produktiv und türme mir meistens alles auf ein Mal auf um jede einzelne Stunde zu „perfektionieren“. Klappt gut.

Dann gibt es die „tiefen“ Tage . Sport, Mails und Bloggen stehen auf den Plan aber keine weitere Verabredung oder sagen wir mal ein „Highlight“. Man fühlt sich plötzlich so sinnlos und einsam und ja, man wird sentimental. Früher wusste ich, dass ich abends mit sicherheit noch eine Verabredung haben werde, mit einer Person die mit Gutes tut und mich aufheitert. Das ist nun weg. Einfach weg. Spontan hat auch nicht oft jeder Zeit und Lust was zu unternehmen, was auch völlig verständlich ist, mich aber mental irritiert und verunsichert.

Ich stelle mir Fragen und fürchte mich vor der kommenden „dunklen“ Jahreszeit, die mit düsteren Novembertagen und endlosen Sonntagen geprägt ist. So kuschelig und gemütlich diese Zeit mit Duftkerzen und Serien sein mag, jagt sie mir dennoch Angst ein. Der „Tag“ geht früh zu Ende. Es ist kalt. Die Sporteinheiten werden härter, kälter und gehen oft mit der ein oder anderen Erkältung einher (klopf auf Holz).

Es heißt nun: Positiv denken und Ziele setzen. Nein, ich rede hier nicht von neuen Marathonstrecken oder Klausurnoten. Kleine Ziele zum glücklich sein. Gute Bücher, tolle Theaterbesuche, Wald- und Schneesparziergänge und anschließend in die warmen Socken schlüpfen. Lustige Abende mit Freundinnen und Partys mit Alkohol und tauben Füßen vom tanzen. Ich muss ganz klar die Suche nach Zufriedenheit auf „kleine“ und doch so intensive und tolle Dinge im Leben lenken und mich von diesen „tiefen Tagen“ nicht so manipulieren lassen.

Im Oktober geht bei mir auch die Uni wieder los. Drittes Semester, gepaart mit Reisen und Bloggen wird eine Herausforderung der ich mich bewusst stelle und mit voller Leidenschaft hingebe. Durch meinen Stundenplan habe ich dann auch natürlich wieder eine Struktur in der Woche, an der ich mich orientieren kann und – haha – zusätzlich stressen kann. Diesmal muss ich da „allein“ durch, habe aber durch die privaten Umstände unglaublich tolle Freundinnen (wieder)gewonnen, die mir helfen und mit so viel Verständnis und Liebe auf meine „Sorgen“ eingehen. Mal ehrlich? Jeder hatte mal Liebeskummer. Jeder weiß mit sich selbst mal nicht wohin und vor allem jeder (und jede Frau) fühlt sich doch unwohl in ihrem Körper und am nächsten Tag ist wieder alles vergessen. Meine Probleme sind also alltäglich aber so unglaublich neu, dass ich sie jetzt schlicht und ergreifend mit euch teilen musste.

Manchmal ist der Blog und die Worte, die ich hier in den PC tippe wie ein digitales Tagebuch und ich merke wie es mir bereits beim Schreiben besser geht. Komisch oder?

Dieser Beitrag wird euch mit Sicherheit weder motivieren, noch eine tolle Produktempfehlung bieten. Er bietet vielmehr einen kleinen Einblick in meine zur Zeit zerstreuten Gefühlslage und meine Gedanken.

Habt einen schönen Abend,

Maren

#UNLIMITED – 4 WEEKS OUT / BERLIN 2016

4 Wochen sind es noch bis Berlin und meine Anspannung steigt. Ich weiß, ich laufe mehr als zuvor und kämpfe mich wirklich durch jede Einheit um besonders gut vorbereitet zu sein. Wie versprochen möchte ich euch einen kleinen Einblick in meinen Trainingsplan geben. Dank Jan Fitschen habe ich einen tollen Coach an meiner Seite, der mir den Respekt einer solchen Strecke verdeutlicht mir aber gleichzeitig die Angst vor dem Marathon nimmt.

 

Klingt komisch oder? Respekt bedeutet, dass ihr euch bewusst sein müsst, dass lange Distanzen (besonders ab 25km) eine enorme Belastung für euren Körper sind. Bei solch 35km Einheiten Sonntags verbrenne ich im Schnitt knapp 2.000 kcal und merke das auch – die Sehnen, Waden und der Nacken tun mir an solchen Tagen weh und ich bin vorsichtig mit kurzfristigen Verabredungen am Vorabend, weil ich eben nie genau weiß, wie ich den jeweiligen Lauf „verpacke“.

Heute geht’s mir super und ich fühle mich zwar körperlich müde aber ansonsten top. Vor zwei wochen (meinen ersten 30K) sah das ganz anders aus. Und ratet mal wieso? Weil ich verdammt dumm war. Ich war so dumm bereits morgens mit zwei Schlücken Wasser im Bauch nüchtern loszulaufen und zu denken: „Ach, irgendwie kommst du an“. Bis Kilometer zwanzig war alles nach Plan: ich war fit, motiviert und es fehlten nicht mehr viele Kilometer bis zu meinem Ziel. Leider kam dann (wie versprochen) der „Mann mit dem Hammer“ (so nennt Jan ihn immer). Volle Kanone bekam ich Durst, Kopfschmerzen, Schwindel und Krämpfe in nahezu allen Regionen meines Körpers. Ganz klarer Fall von Dehydrierung. Wie dumm muss man sein, Maren Schiller? Ich rief meine Mutter an, die sich aus lauter Sorge schnell dazu bereit erklärte, mir eine Flasche Wasser an den Ortsausgang zu bringen. Jaaaaaa, Wasser – aber, .. leider Classic mit Kohlensäure. Schnell stürzte ich das Wasser runter und bekam die gnadenlose Quittung für meine Dummheit 2.0 knapp 200m später. Seitenstiche des Todes. Ich kann euch nie genug raten besonders beim Laufen nie Kohlensäure oder Säurehaltige Getränke zu konsomieren – das ist kein Spaß ich sag’s euch. Um das ganze zu vollenden: Ich lief fix und fertig und voller Schmerzen nach Hause und zweifelte wirklich an meine Fähigkeiten einen vollen Marathon zu bestreiten.

Das Telefonat mit meinem Trainer Jan brachte dann wieder Licht in mein Leben. Trinken, ordentliches Carbloading abends und eine kleine Mahlzeit (Quark mit Obst) vor dem Run sollten mir meine Einheiten erleichtern. Sicherheitshalber kaufte ich mir bei DM noch zwei PowerGels um auch vollkommen sicher in den nächsten Run zu starten.

NikeRunning_Images_NRC_Steeplechase_Unlimited_12

Wie auf Snapchat erwähnt, begleitet mich meine Mama (DANKE!) ab Kilometer 21 mit dem Rad. Wasser, Trauben und ein Handtuch sind immer dabei und es hilft so sehr sich mit ihr zu unterhalten und etwas Ablenkung zu bekommen. Die Zeit geht so schneller um und das stupide Quatschen lenkt von den Schmerzen ab, die ab 25km leider ihren Lauf nehmen. Durchbeissen heißt es!

 

Genau wie nächste Woche, die wird sicherlich nicht ohne:

15 km Dauerlauf + 30 min Gym + 40 min Rad

20 km HomeRun – 5:10-5:20 pace

25 km Dauerlauf – gleiche Pace

Kombi: 18 km Dauerlauf + 30 min Rad + Gym

Long Run: 30-35 km 5:10-5:20 Pace

NikeRunning_Images_NRC_Steeplechase_Unlimited_15

NikeRunning_Images_NRC_Steeplechase_Unlimited_14

Da kommt nächste Woche einiges auf mich zu. Aber hey #unlimited ist das Motto und das werde ich angreifen. Zusätzlich baue ich noch einige Mobilitätseinheiten und Sprints ein, die wir bei dem Hindernislauf in Berlin lernten. Besonders Hürdentraining mobilisiert die Hüfte und ist besonders bei Langstrecken hilfreich um beweglicher zu bleiben.

Hier seht ihr einige Impressionen aus Berlin.

NikeRunning_Images_NRC_Steeplechase_Unlimited_05

NikeRunning_Images_NRC_Steeplechase_Unlimited_06

Gefallen sie euch?

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in meine Trainingseinheiten geben und euch motivieren auch #unlimited an eure Grenzen zu gehen. Es ist derzeit doch das perfekte Wetter dafür, oder?

NikeRunning_Images_NRC_Steeplechase_Unlimited_20
xx Maren