GENERATION MÜDE

Ein normaler Sonntagabend. Ich sitze zusammen mit meinen Eltern beim Abendessen und wir reden. Das Thema Urlaub fällt. Besonders schön um von den kalten Temperaturen draußen abzulenken. „Maren, wie sieht eigentlich deine Planung aus nächsten Sommer?“, fragt mich meine Mutter. Um ehrlich zu sein weiß ich nicht mal wie genau meine Pläne der kommenden zwei Wochen sind und selbst Silvester scheint mir noch gefühlte zwei Jahre entfernt. Sommer? Da bin ich noch gar nicht. Meine Eltern diskutieren. Letztens sahen wir im Fernsehen eine Dokumentation über Kreuzfahrten. Schiff X fährt quer durch das Mittelmeer und steuert diverse Touristenziele sowie beliebte Meerengen und Orte an. Cool, aber doch was für Rentner oder? Eben nicht! Der Großteil der Passagiere dieser Schifftour hatten ein Alter zwischen 25-32. Meine Eltern diskutieren weiter. „Sowas hätten wir früher nie gemacht, das ist doch langweilig sowas.“ Geplante Touren, feste Zeiten für Mahlzeiten abgerundet mit dem Unterhaltungsprogramm für abends, das Showauftritte und Muscials beinhaltet. Alles lädt ein um sich „berieseln“ zu lassen. Aber wieso ist das so? Wieso ergreifen wir in unseren jungen und kreativen Jahren nicht eigene Initiative unseren Urlaub zu gestalten? Wieso wollen wir die absolute Sicherheit und nicht einen Ausflug ins Ungewisse?

Ich erkannte mich wieder. Ich hatte selbst dieses Jahr einen solchen Urlaub gemacht und fuhr sogar bewusst in ein Ü18 Hotel um auch ja meine Ruhe am Pool zu haben. Ich aß weiter und dachte nach, wie ich mich vor meinen Eltern rechtfertigen konnte. Irgendwie hatten sie ja recht? War es nicht früher cooler, mal ohne Handy und All-Inklusive-Bändchen wegzufahren und nicht nur die geographische Distanz von Zuhause zu buchen sondern zugleich eine kulturelle Herausforderung?

Warum traf ich diese Entscheidung? Mich unterscheidet eins von meinen Eltern. Ein Paket voller Jahre, das einiges verändert hat. Meine Eltern sind eine Generation, die noch eine Meinung hatte und für etwas „stand“. Sie demonstrierten obwohl sie nicht mal genau wussten wofür und legten einfach Wert darauf einen Gegenpol gegen den Durchschnitt darzustellen. Zumindest ein bisschen. Wir hingegen sind müde. Wir sind müde von 12 Jahren Schule und viel zu langen Schultagen und Klausurdruck. Abitur war früher eher eine Seltenheit und ist heute ein Must-Have. Wir sind eine Generation der Selbstdarstellung (Achtung, Selfie!) und der Selbstverwirklichung. Jeden Tag werden wir angeblich mit dem Slogan „Follow your Dream, Live your Passion“ motiviert in den Tag zu starten. Motivation? Also bitte, wir reden hier im Imperativ. Uns wird gesellschaftlich befohlen einer Leidenschaft nachzugehen und uns in unserem Job zu verwirklichen. Wir suchen krampfhaft nach Hobbies und Aufgaben die scheinbar toll zu uns passen und genau das repräsentieren, das wir eigentlich sind. Upssss, plötzlich sind wir alle leidenschaftliche Veganer und Freizeitsportler und studieren nebenbei BWL für alle Fälle um noch ein passendes Start-Up zu gründen. Das soll jetzt weder ein Angriff noch ein Lob für unsere Generation sein sondern vielmehr suche ich grade eine Erklärung für unser Bedürfnis nach „einfachen“ zwei Wochen. Im Jahrzehnt, in dem wir eine App brauchen um zu Relaxen und uns diverse Yoga-Arten vom Alltag ablenken sollen, brauchen wir eine Auszeit „á la Rentner“.

Die Revolution oder Berlin Tag und Nacht“ heißt es in einem deutschen Radiolied. Den Song mag ich nicht aber er ist so ekelhaft wahr. Wir fahren in den Urlaub um doch irgendwie Zuhause zu sein. Nein, wir brauchen ein Upgrade von Zuhause: Nicht kochen, kein Haushalt aber bitte WLAN und glutenfreie Pancakes am morgen. Wir wollen im Urlaub gemeinsam zu 0-8-15 Songs klatschen und uns entspannt in einen Sessel fallen lassen nachdem wir uns am Buffet den Bauch vollgeschlagen haben. Deswegen sind wir keine schlechten Menschen sondern vielmehr solche, die müde sind von einer medialen Reizüberflutung und einem Überangebot von Chancen und Reizen des Erfolgs.

Dieser Beitrag soll weder ein Angriff noch eine gemeine Darstellung unserer Gesellschaft sein , versteht mich bitte nicht falsch – Mir stellt sich nur die Frage wo das Ganze hinführt und ob uns der Leistungsdruck, dem wir irgendwie doch täglich ausgesetzt sind in Zukunft entfliehen können. Gleichzeitig möchte ich euch nur sagen, dass es weder schlimm ist noch nicht seine perfekte Leidenschaft gefunden zu haben auch wenn dir jedes Medium förmlich befielt deinen Traum tagtäglich zu leben. Erfinde dich neu, teste aus und bitte – mach Fehler und falle hin, damit du lernst dein Leben nach deinen Vorstellungen zu gestalten.

Ich wünsche euch einen tollen Abend

xx Maren

38 thoughts on “GENERATION MÜDE

  1. Ein wirklich wahrer und toll geschriebener Blogpost von dir – man merkt, wie dir das Thema am Herzen liegt. Hab eine schönen Start in die neue Woche!

  2. Ja, leider ist das heutzutage wirklich so. Ich bin gerade (18 Uhr) von der Uni heimgekommen, sofort in Instagram gegangen und nach kurzer Ablenkung gesucht, bevor ich mich jetzt an den Schreibtisch setze und weiter lerne. Als ob das nicht schon so ein langer Tag gewesen wäre, da ich seit 8 Uhr in Vorlesungen saß. Selbst als ich heute eine Freistunde hatte, habe ich mich in die Bib gesetzt und gelernt – anstatt mal abzuschalten. Der Leistungsdruck heutzutage ist enorm.
    Aber es hilft alles nichts – „shape up or ship out“. Dennoch sollten wir nicht vergessen, wenn auch nur ab und zu, zu leben!

  3. Hey Maren 🙂
    Kann deine Gedanken total nachvollziehen. Grade der Leistungsdruck, sei es im Beruf oder in der Uni, ist für mich total belastend! Und auch lange planen ist super schwer, da man nicht weiß was in der nächsten Woche alles auf einen zu kommt. Und ob man die freie Zeit Bzw. Ferien wirklich genießen kann oder nicht doch noch 4 Hausarbeiten schreiben muss. Früher war vielleicht doch manches besser….

  4. Du hast absolut Recht Maren! Ich erkenne mich da 100% wieder. Mir ist es auch schon oft passiert, dass meine Eltern mich fragen, warum ich z.B. Freitag Abend zuhause bleibe und entspanne, statt mal wegzugehen und etwas zu unternehmen. Ich dachte immer, meine Eltern haben Recht und ich bin einfach langweilig. Nach deinem Post ist mir noch einmal klar geworden, dass ich diese Ruhe einfach brauche. Mein Job und mein Studium nehmen mich völlig ein, zusätzlich dazu mache ich fast täglich Sport und koche eigentlich immer selbst. Natürlich braucht man einfach mal eine Pause zum Abschalten. Das kennen meine Eltern, bzw. diese Generation einfach nicht.
    Also Maren, vielen Dank für den tollen Post! :*

  5. Hey Maren, genau die gleichen Gedanken habe ich im Moment auch oft.
    Ich frage mich, wofür ich studiere und ob das wofür ich jetzt jeden Tag lernen und meine Freizeit opfere mir später mehr Zeit erbringt oder eher noch mehr Zeit raubt.
    Ist das Endergebnis dann, dass ich Geld verdiene, erfolgreich irgendwo sitze und mein Wissen anwende, aber gar keine Zeit mehr habe mir die Welt anzugucken?
    Aber ohne Job und ohne Geld werde ich es mir auch niemals leisten können die Welt zu bereisen…
    Ist es ein Teufelskreis? Können wir glücklich werden und trotzdem arbeiten gehen, ohne gleich unser Hobby zum Beruf zu machen, denn das kann einfach nicht jeder.

    LG Mara

  6. Es macht mich müde täglich Instagram und Snapchat zu checken, auf der Suche nach Motivation und Inspiration. Denn ich will besser sein, sportlicher, schöner, selbstbewusster, abenteuerlustiger und schlanker sowieso.
    Dabei verliere ich mich in der medialen Welt, mein echtes Leben zieht an mir vorüber. Ich bewundere Fotos von Models am Strand die Yoga machen, doch ich selbst sitze auf der Couch und starre wie hypnotisiert aufs Handy.
    Irgendwie auf der der Suche nach mir selbst, denn wer bin ich wirklich ohne mediale und gesellschaftliche Vorgaben? Ich weiß es nicht! – Das macht wirklich müde!

    Du regst mich immer wieder zum Nachdenken an liebe Maren, danke für diesen Blogpost.

  7. OH man Maren, Du sprichst endlich das aus was es ist. Ich habe deine Überlegungen sofort verstanden und kann Dich dabei total verstehen. Ich bin selber gerade im letzten Schuljahr und habe diese Woche einen solchen Leistungsdruck , denn ich mir aber selber mache.
    Mache bitte weiter so und sag deine Meinung. Du baust einen auf und motivirst einen dazu, dass man alles schaffen kann wenn man es probiert.
    Danke dafür.

  8. Hallo Maren, super Beitrag. Gut geschrieben, aber ich denke dass man die Generation nicht so verallgemeinern kann. Hin und wieder gibt es doch den ein oder anderen „Ausreißer“. Oder diejenigen die sich in deiner Beschreibung nur teilweise wiederfinden. Ich würde mich z. B. dazu zählen. 😜 Denn bis auf die glutenfreien Pancakes , die ich meiner Autoimmunkrankheit Zöliakie zu verdanken habe, sehe ich mich sowie mein näheres Umfeld glücklicherweise meilenweit von deiner Beschreibung entfernt. Trotzdem mach weiter so mit deinem Blog! Gefällt mir. 👍 Liebe Grüße Ebony

  9. Wow,super gut geschriebener Blogpost. 😊 Wahnsinn wie sehr sich leider die Zeit und damit auch die Anforderungen, die an einen selbst gestellt werden geändert haben!

  10. Liebe Maren,
    ich bin eher eine stille Mitleser- und Mithörerin, jetzt muss ich dir aber mal schreiben.
    Dein allerbester Artikel bis jetzt finde ich!
    Ich mag dich, gerade weil du nicht so ein 0815 Fitnessgirl bist, sondern intelligente kritsche Gedanken hast!
    Ich bin Junglehrerin und kann die Tendenz, die du beschreibt total bestätigen – gerade auch im Schulalltag!
    Danke dir für die tollen Worte!

    Liebe Grüße

  11. Damit hast du den Nagel auf den Kopf getroffen!
    Ganz ganz toller und (leider) wahrer Blogpost!
    Übrigens mag ich deinen Schreibstil total gerne! 🙂

  12. Der Blogpost ist der Knaller. Kenne wenige Leute, die in wenigen Worten so viel auf den Punkt bringen können und einen dazu bringen, zu denken „Verdammt, sie hat ja so recht.“ – In fast allem, was du da gerade geschrieben hast, habe ich mich (ich finde schlimmerweise) wiedergefunden. Heutzutage gilt es immer nur noch besser, noch einzigartiger, noch individueller, noch neuer, noch toller zu sein- alles was man hat zu hinterfragen, mehr zu wollen und selten mit dem, was man hat zufrieden sein zu können – es könnte ja immer noch irgendwo was besseres warten. Daher besser alle Optionen offen lassen – Generation Müde. Definitiv, und das wird früher oder später auch bei allen ans Licht kommen. Wir wollen alle unser Leben leben „live the moment“, „live, love, life“, was auch immer die ganzen Sprüche sind – aber machen tuts doch eigentlich keiner in wahren Sinne.
    Mal von dem allen abgesehen Maren…, ich hoffe, egal was dein Studium und die Zukunft bringt, du solltest nie aufhören zu schreiben. Ob für die Öffentlichkeit oder für dich. Ich liebe deinen Blog und ich denke deine Art zu Schreiben und Dinge in Worte zu fassen, könnte vielen Leuten die Augen öffnen.

    LG an dich liebe Maren!

  13. Hallo Maren,
    Ein super spannender und nachdenklicher Blogeintrag!
    Du findest immer die passenden Worte für solche ‚ernsteren‘ Themen.
    Wenn ich so überlege gehöre ich auch zu dieser müden Generation. Jetzt gerade erst, habe ich meine anstrengende Klausurenphase hinter mir und bin froh einfach mal abschalten zu können, weil ich mich nach 9 Stunden Schule+ Klausur+ Training echt nur noch schlapp fühle.
    Aber entspannte Urlaube sind irgendwie gar nicht mein Fall, da brauche ich immer etwas Spannendes, weil ich mir denke: „ Rumliegen kannst du auch Zuhause” 😂.
    Die letzten Urlaube von meiner Familie und mir waren in Afrika und Amerika, also mit einer ordentlichen Ladung Action, aber eben genau mein Fall und unvergesslich! ❤
    Liebste Grüße Mara

  14. Ich glaube du triffst genau ins Schwarze. Und ich glaube auch, dass es den Gedanken vieler entspricht. Wir suchen alle nach dem Sinn des Lebens und dank unserer Smartphones ändert sich dieser Tag für Tag. Von Fitnessgurus über Fashionistas zu Hobbygourmetköchen. Wir alle schwimmen nur so in Kreativität. Ich glaube aber, es ist keine Kreativität. Denn für Kreativität ist nicht viel Platz. Eher ist es der verzweifelte Versuch irgendwie auf den Zug aufzuspringen. Dem Zug „Leben“, wie es die heutige Gesellschaft definiert. Und da ist es denke ich kein Wunder, dass wir uns von Zeit zu Zeit verlieren. Wirklich gegen den Strom zu schwimmen ist heutzutage gar nicht mehr so einfach. Denn gegen den Strom bedeutet evtl. auch nicht mit dem Zeitgeist. Vielleicht bedeutet es auch Entschleunigung.

    Soviel zu meinen Gedanken 😛 Aber ich finde wirklich gut, dass du das Thema ansprichst. Ein Thema, was oft unter den Tisch fällt.
    Liebe Grüße von mir :*

  15. Wirklich toll geschrieben und sehr wahr! Ich merke das tagtäglich in meinem Studium. Da vergeht kein Tag ohne einen Kurztest oder eine Abgabe. Da frage ich mich oft genug, was dieser Druck eigentlich aus uns macht. So wie unsere Eltern „in Ruhe“ zu studieren wird oft belächelt. Wer nicht zwei bis drei Nebenjobs hat und erst spätabens nach hause kommt muss Angst haben „übersehen“ zu werden. Auf der anderen Seite beobachte ich mich dann selbst dabei, dass es ohne Handy sowieso keine Stunde geht und ein Instagramfoto pro Tag ist ja schon fast Pflicht. Kann deine Gedanken also sehr gut verstehen. ♡

  16. Zu diesem Blogpost die richtigen Worte zu finden, ist nicht leicht. Du triffst es auf den Punkt! Danke für deine schönen Worte!! Ich mag deinen Schreib-Stil und deine Gedanken! #thumbsup Liebe Grüße

  17. WOW, ein wirklich toller Post!
    Ich muss sagen, ich kann deine Gedanken sehr gut nach empfinden. Der Druck heutzutage ist echt krass! Wie du schon sagst, Abitur ist ja quasi zum ‚muss‘ geworden und gerade deshalb muss man in allem was man danach macht besonders gut sein, damit man auch ja eine Stelle bekommt und das minimiert den Druck natürlich überhaupt nicht!
    Ich muss zwar zugeben, dass auch ich immer abchecke ob es auch WLAN im Urlaub gibt, aber ich bin jemand der im Urlaub immer etwas unternehmen muss und jeden Tag komplett ausnutzen muss. Im letzten Urlaub habe ich bspw. einen Kite Kurs gemacht und gerade so etwas macht, meiner Meinung nach, einen Urlaub besonders!
    Ich finde es toll das du auch solche Blogposts schreibst und auch hier einfach deine Meinung sagst und dir nichts vorschreiben lässt was du zu tun oder zu sagen hast. Jeder hat seine eigene Meinung und kann diese auch äußern und gerade jemand wie du, dessen Meinung wahrscheinlich von mehr Leuten gehört/gelesen wird sollte immer ehrlich sein und das finde ich toll! 🙂

  18. Wow. Ich bin gerade echt ein bisschen sprachlos. Dieser Post öffnet einem wirklich dich Augen und plötzlich steht alles in anderem Licht da.
    Ich glaube vor allem der Leistungsdruck, den Studenten/Schüler/Auszubildende, heutzutage verspüren und den sie irgendwie bewältigen müssen, ist kraftraubend. Vorgestern hat meine Freundin mir erzählt, sie hat eine Vorlesung von 20-22 Uhr und muss auch schon um 8 Uhr morgens in der Uni sein. Kein Wunder, dass unsere Generation „müde“ ist.
    Doch unter „müde“ verstehe ich auch, die fehlende geistige und äußerliche Vielfalt auf Instagram, Facebook etc. Jeder zweite versucht heute irgendetwas oder irgendwer zu sein.. Wie viele Mädchen es da draußen gibt, die ihr Äußeres irgendwelchen Mitgliedern der Kardashian/Jenner Familie versuchen nachzuempfinden – ständig auf der Suche nach dem „perfekten“ Körper oder dem perfekten Aussehen. Wie viele Männer trainieren und trainieren um auszusehen wie irgendein Leistungssportler, der diesen Körper aus ganz anderen Intentionen hat.
    Ich habe das Gefühl, viele verfolgen eine „Leidenschaft“ nicht für sich selbst, sondern um der Welt (dem Social Media) etwas interessantes liefern zu können. Um jemand zu sein in der Welt. Ohne das sie bemerken, dass sich schon längst jemand sind. Jemand der niemanden nachahmen muss, um bemerkt zu werden.
    Natürlich gibt es auf der anderen Seite auch genügen Leute (dich zB Maren), die sich nicht beeinflussen lassen, bzw es versuchen. Was heutzutage so verdammt schwer ist.
    Ich glaube die Messsage dieses Posts, wird mich noch ein paar Tage nachdenkend zurücklassen. Was keine schlechte Sache ist.
    Vielen Dank dafür! 🙂

  19. Hi Maren,
    Dein blogpost ist sehr gut geschrieben aber zustimmen kann ich dir da nicht immer. Es wird immer so sein, dass sich Generationen unterscheiden. Und ja die Generation unserer Eltern hat noch nicht durchgehend Abitur und konnten sich auch mit einer Ausbildung gut hocharbeiten. Unsere Großeltern sowieso. Aber früher gab es andere Probleme und der Lebensstandard war weit niedriger als bei uns. Und es ist naiv zu denken, dass die Menschen „früher“ nicht die gleichen Probleme hatten wie wir heutzutage. Sei es Figur/Erfolgsdruck, der Unterschied ist nur, dass diese Probleme nicht im Internet geteilt wurden weil es das Internet noch nicht gab. Ich finde wir können alle froh sein dass wir studieren können und man muss eben Prioritäten setzen. Da kann man nicht Nächte durchfeiern sondern muss am Schreibtisch sitzen und büffeln. Was nicht heißt, dass man sich nicht mal eine Auszeit nach der Prüfungsphase nehmen kann und richtig abschalten. Dass ist das Problem unserer heutigen Gesellschaft, was nicht nur wir jungen Leute in unseren 20ern haben sondern, vor allem auch die ältere Generation mit beruflichem Erfolg! Dass man nicht mehr abschalten kann und sich eine Auszeit gönnen und den Laptop und das Handy wegzulegen! Ich denke wir können froh sein dass wir das in unseren jungen Jahren noch lernen können und nicht wie einige 50 jährigen mit burn out in die Reha müssen. Und ich denke auch jeder ist selber schuld wenn er eine all inclusive Reise bucht und das wichtigste das wifi ist! Das wichtigste ist dass man sich diese „Social Media“ Probleme vor Augen führt und bei der nächsten Urlaubsplanung nicht das wichtigste die gute wifi Verbindung ist, sondern die Kultur die man kennen lernen kann und die neuen Kontakte die man knüpfen kann 🙂
    Hoffe mal das war einigermaßen verständlich ausgedrückt
    Grüße

  20. Ein wunderbar wahrer Blogpost Maren ! Ich finde mich selbst ebenfalls in deinen Worten wieder,
    Ich glaube, die Menschen fühlen den immer größer werdenden Druck sich perfekt und makellos zu präsentieren.
    Ich erinnere mich an eine Zeit in der mich nicht interessiert hat, wie viel Butter meine Oma in ihren Kuchen gemacht hat ( ein ganz toller Kuchen, ich vermisse ihn unglaublich) oder wie viele Kalorien mein Mittagessen hat und eine Zeit in der mir egal war , wie mein Hotelfrühstück aussah, da ich kein Bild davon posten musste.
    Ich versuche mich so gut es geht, mich diesem Ich wieder anzunähern, dem es egal ist, wenn man ‚ungesund‘ gegessen hat oder sich beim Blick in den Spiegel zunächst erschrickt.
    Für nächstes Jahr habe ich mir vorgenommen eine Art Jakobsweg- Wandertour außerhalb des Jakobsweges zu machen. Einfach mal 2/3 Wochen durch ein warmes Land spazieren, tolle Leute kennenlernen und sich um nichts kümmern zu müssen .
    Vielleicht wäre das ja auch was für dich ?
    Allerherzlichste Grüße

  21. Wow! Klasse Beitrag, irgendwie hast du recht, eigentlich schade, oder nicht? Ich weiß es eigentlich nicht genau, ich liebe es, dass ich zur Zeit total viel zu tun habe, ich liebe es, aber es stimmt, da will man im Urlaub lieber 2 Wochen am Pool liegen und sich entspannen, als noch irgendwelche neuen Kulturen zu erkunden. Interessanter und wahnsinnig toll geschriebener Beitrag, der zum Nachdenken anregt, weiter so!
    Liebe Grüße
    Eva

    http://www.eva-jasmin.de

  22. Wow, wirklich guter Text!
    Ich kenne das nur zu gut und ständig sagt man sich während den Stressigen Zeiten: ‚Wenn das erstmal vorbei ist, dann fange ich an zu leben… mache nur noch die Dinge, die mir Spaß machen, probiere was aus und suche neue Herausforderungen …‘
    Aber wann beginnt diese Zeit? Wenn eine Sache erreicht, abgehakt ist, wird ein neues höheres Ziel angestrebt.
    Nur leider bleibt dabei die Abendteuerlust auf der Strecke.
    Und mal für etwas anderes zu kämpfen als nur für sich selbst wäre ein schöner Anfang aus diesem Muster ‚ich muss noch mal eben Karriere machen‘ auszubrechen.

    Danke für deine Gedanken!
    Viele Grüße .

  23. Wie wahr es ist was du geschrieben hast. Heutzutage wird uns eigentlich unser halbes Leben lang vorgegeben, was wir zu machen haben. Man will ja immer voll im TREND liegen, also machen wir einfach mal was alle anderen auch tun nach dem Motto „Wird schon alles richtig sein!“.
    Jeden Tag sieht man auf Instagram Frauen denen man automatisch entsprechen will. Das die meisten Bilder bearbeitet sind merken wir leider kaum noch. Eigentlich traurig.
    Dir wird mittlerweile vorgegeben was und wie du zu studieren hast. „Na damit kannst du aber nichts schaffen, dafür musst du schon dieses und jenes studieren“ oder aber „Nein in dem Bereich reicht der Bachelor aber nicht, da musst du schon einen Master machen“.
    Dabei geht nicht nur unsere Generation den Bach runter, sondern die halbe Welt. Frauenfeindliche Menschen die fast an die Macht gelangen, Kriege in vielen Ländern. Und diese Kriege entstehen häufig aus reinen Banalitäten oder aus Familiengeschichten.
    Ändern können wir das als einzelne Personen leider auch nur bedingt…😔

  24. Ich gehöre eindeutig zum Team abenteuerurlaub und kanns nur jedem empfehlen. Mich macht ein strandurlaub müde und hab immer die Angst was zu verpassen-auch nicht normal-aber super wenn jeder die Möglichkeit hat seinen Traumurlaub zu finden ☺️

  25. Hey Maren,
    Ein unglaublich toller Blogpost, den du geschrieben hast. Und ich finde mich an manchen Stellen in ihm wieder. Vielleicht sollten wir ab und an mal wieder all den Stress vergessen und einfach nur anfangen zu leben, so wie es unsere Großeltern früher taten.
    Danke für deine Worte <3

  26. Ohne viele Worte zu schreiben, die Anderen haben meine Gedanken schon soweit geschrieben- toller Post!
    Zur Zeit Spiel ich mit dem Gedanken mich für einen Nebenjob zu bewerben. „Macht sich gut auf dem Lebenslauf, bringt neben dem Studium Geld, kann in den Semesterferien wegfahren, neue Leute kennenlernen, brauche nicht auf jeden Cent achten & mir auch mal was Neueres gönnen..“
    Meine Familie rät mir, es *nicht* zu tun- ich soll das Studium genießen, Geld verdienen tut man noch früh genug.
    Spätestens dieser Blogeintrag bestätigt mir, dass sie Recht haben. Ein Schritt nach dem Anderen. Ich kann auch noch Jobs später ausprobieren.
    Ja, ich kann mir dann keinen neuen Laptop kaufen, aber ich denk an die Zeit, die ich gewinne. Zeit, die mir gehört. Für Freunde, fürs Fahrrad fahren, fürs Lesen.. Aufgrund von Stress bin ich zur Zeit für Instagram offline und es tut mir so gut den Flugmodus einzustellen. Ja ich kann nicht dann mit Anderen über die neuen Kartenvideos sprechen, aber jeden Tag 15 Minuten einfach Tagträumen ist so schön!

  27. Liebe Maren,

    ein toller und vor allem ehrlicher Post. Auch ich rede derzeit viel mit meinen Freunden darüber, ob es die Müdigkeit des Winters ist oder doch eine längerfristige Erschöpfung des Alltags. Solche persönlichen Beiträge zeigen dein Leben und machen dich nahbar – danke dafür.

    Hab einen guten (und vor allem entspannten) Abend
    19kathrin90

  28. Ein Blogpost, der zum Nachdenken anregt. Dennoch finde ich … Ist gerade unsere Generation , die gerade in ihren 20ern steckt – auch die Generation Abenteuer … Und nicht nur müde. Besonders was das Reisen angeht.
    Ich finde , so viele von uns – haben die Neugier , Abenteuerlust und den Entdeckergeist in sich , denn ist nicht unsere Generation auch jene , die zwar vom Alltag und Leistungsdruck gestresst ist – und sich dennoch den Rucksack aufsetzt und loszieht ? 4 Wochen Backpacking. Vier Wochen ohne Plan, ohne jede Unterkunft geplant zu haben , ohne zu wissen was einen erwartet , aber voller Erwartung – da sind auch das Handy und Soziale Medien mal egal, einfach losziehen , treiben lassen – ferne Länder , kein all inclusive ….

    Das ist doch genauso unsere Generation. Und hier höre ich genauso unsere Eltern und Großeltern sprechen , die sagen – ihr habt so viele Möglichkeiten , die wir früher nicht hatten.

    Ich glaube die Seite „Abenteuerlust – Weltenbummler“ ist genauso ein wichtiger Bestandteil unserer Generation. Und eben nicht nur müde.

  29. So ein interessanter Beitrag. Damit regst du wirklich zum Nachdenken an. Aber du hast auch so recht.
    Unsere Generation steht meiner Meinung nach einfach unter einem so immens großen Leistungsdruck und es besteht ein immer währender Konkurrenzkampf. Aber warum? Warum müssen wir immer mehr erreichen wollen und besser sein? Warum können wir uns nicht mal mehr richtig entspannen? Fragen, die einfach nicht so einfach zu beantworten sind.
    Danke für deinen tollen Beitrag!!

    Liebe Grüße
    Kathleen von http://www.kathleensdream.de

  30. Liebe Maren, wirklich ein toller Post ! Genau darüber haben wir erst kürzlich in der Uni in einem Seminar diskutiert. So schlimm es sich immer anhört, sind wir doch zu diesen Menschen und dieser Gesellschaft geworden ..
    Wirklich tolle Worte, die du gefunden hast ! 🙂

  31. Hey Maren!
    Dein Text hat mich echt gerade wahnsinnig zum nachdenken gebracht. Ich bin 18 Jahre alt, hab im Juni meine Matura (Österreich) was bei euch das Abi ist. Vor ein paar Jahren noch, war ich wahrscheinlich einer der am vielseitigsten motivierten Menschen.. ich führte alle möglichen sportarten aus, liebte das ausgehen mit freunden oder eben ausflüge/treffen mit ihnen, stand total auf singen,..
    Jetzt lieg ich gerade da, nachdem ich heute mal früher heimkam von der Schule und einfach mal vier stunden durchgeschlafen hab. Das kommt jetzt nicht mehr selten vor, nein, ich bin so müde, ich wär um 6 von der Schule heimgekommen, aber ich bin heimgefahren, weil ich so müde bin. Müde,müde,müde. Alle erwarten was von dir. Selbst hab ich keine Erwartungen mehr. Egal was du machst, alles ist falsch, du sollst eine Maschine sein., eine woche krank sein? Bitte nicht, du verpasst viel zu viel.
    Zitat meiner Lehrerin; „Ihr habt kein Recht mehr auf Wochenende, ich hab auch keins! Ihr habt keine Freizeit mehr, merkt euch das!“
    Wieso erwarten alle, wie maschinen zu funktionieren? Kurzfristig geht das ja, aber wenns privat auch schwierig wird, und dich alles aus dem Gleichgewicht wirft? Wer nicht 24/7 happy und fit ist, hats wahrscheinlich schwer – und keiner ist das immer.!
    Wir wollen doch alle nur glücklich sein. Wofür lebt man, wenn man nur noch leistung bringen muss?
    Ich freue mich, wenn ich fertig bin, aber was, wenn UNI wieder genau so wird? Wieso muss man sich einem System beugen, das nur alle ausbrennt?

  32. Hey Maren, ich bin von deinem Schreibstil total fasziniert!
    Ich teile deinen Gedanken und muss gestehen, dass ich selbst Opfer dieser Idee der idealen Selbstdarstellung geworden bin. Ich stehe unter Druck nicht mithalten zu können, habe Angst zu versagen und achte auf jedes kleinste Detail bei Instagram Bildern, dass man ja nicht auf die Idee kommen könnte, irgendwas zu bemängeln. Ich finde das Ganze sehr schade. Dem zu entkommen ist allerdings auch sehr schwer., schließlich ist es im Großteil unserer Gesellschaft so verankert.

    Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende!

    Megan ♥

  33. Hallo Maren,
    Das ist der erste Blogeintrag den ich von deinen Blog gelesen habe und finde ihn MEGA! Du hast es auf den Punkt gebracht. So, dann lese ich mal die nächsten posts🙌🏼😇

    Kim

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