MEIN FELS IN DER BRANDUNG

Die Blumenläden machen ein Millionengeschäft, die Ofen laufen auf Hochtouren, überall werden Pralinen gegessen und Briefe geschrieben – Ja, es ist Muttertag.

Auch ich habe (wie auf Snapchat gezeigt) meiner Mama ein Geschenk gemacht: Ein simples Frühstück, ein paar Kleinigkeiten und ja – einen Massagegutschein durfte es heute für sie sein. Mal was anderes als Blumen. Aber weg vom Materiellen: Mittlerweile habe ich euch ein kurzes Statement gegeben, warum ich in letzter Zeit so abwesend war und es mir nicht gut ging. Ich teile alles mit euch, also gehört das ein oder andere Tief auch dazu. Diesmal war es aber anders: Die ganze körperliche Belastung zum einen und sozialer (psychischer) Stress zum anderen hatten sich vereint und wollten mir mal mitteilen: hey, stop Maren, schalte mal einen Gang runter.

Hat ja gut geklappt heute mit den 22,5 km (die mir aber WIRKLICH) nicht schwer gefallen sind. Mir geht es besser aber ich merke, dass ich oft auf mich selbst hören muss und mir Zeit für mich nehmen muss. Heute konnte ich beispielsweise beim Joggen total abschalten: Mir kamen die besten Ideen für meinen Blog, ich habe philosophiert und über vieles nachgedacht. Sowas ist eine Art Therapie für mich geworden. Meine Schritte, synchron im Einklang mit der Straße, beruhigen mich und ich schalte ab. Perfekt, wenn man dann gleichzeitig trainiert – nicht wahr?

Nun aber zum eigentlichen Thema des Tages: Muttertag. Ich habe mich bewusst entschieden, keine Kooperation für diesen Tag anzunehmen. Ich wollte keine Produkte in die Kamera halten oder gezwungenermaßen einen Kuchen backen, damit ich mehr Geld auf meinem Konto habe. Nein. Einen Tag der meiner Mama im Kalender gewidmet ist, soll nicht mit materiellen Gütern in Verbindung gebracht werden. (Oh Gott, der letzte Satz kam aus einem Semester BWL – sorry!)

Meine Mutter ich nämlich eine Frau, die für mich mit die oberste Priorität hat und zwar aus dem einfachen Grund, dass ich sie bewusst nah an mich heran lasse. Sie weiß, was ich fühle und versteht mich wenn ich allein sein möchte. Wer hat mich 12 Jahre lang neben einem Vollzeitjob zum Training gefahren, auch wenn die Autobahn verstopft war? Wer hat sich von mir anschreien lassen, als ich mal wieder meinen Kopf nicht durchsetzen konnte oder eine Bestzeit nicht erreicht habe? Wer hat mich 6 Stunden vor meiner mündlichen Abiturprüfung beruhigt und mich mit dem Auto hingefahren, weil ich ansonsten einen Unfall gebaut hätte? Sie. Sie versteht meine Liebe zum Sport, auch wenn sie selbst nie welchen gemacht hat – guckt mit mir Leichtathletik und fiebert mindestens (wenn nicht noch mehr) mit – bringt mir jeden Tag aufs neue bei, wie man eine Spülmaschine ausräumt und Verschlüsse von Verpackungen richtig daraufsetzt Sie braucht Stunden für eine SMS um mit mitzuteilen, dass ich beim Autofahren nicht snapshatten soll. Schnipselt mir tausende Salate und Gemüsebeilagen, damit ich auch ja im Sommer satt werde. UND sie verteidigt mich wie eine Löwin, sollte je einer versuchen meinen Job oder meine Sportsucht zu kritisieren. Sie kocht zahlreiche Schlaf-und-Nerventees, damit ich abends zur Ruhe kommt und bietet mir ihre Schulter, damit ich mich ausweinen kann, wenn ich mal wieder nicht abschalten kann.

Meine Mutter und ich sind unterschiedlicher wie schwarz und weiß, lieben aber dennoch die gleichen Dinge und legen besonderen Wert auf gemeinsame Zeiten zusammen. Heute waren wir beispielsweise im Vapiano und haben herrlich über Gott und die Welt gequatscht. Was genau, weiß ich gar nicht mehr. Aber ist es nicht das, was zählt? Reden und abzuschalten? Oder man 5 Minuten die Klappe zu halten, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben? Ja, für mich zählt das. Ich wäre nicht da, wo ich jetzt stehe ohne Sie und somit auch nur halb so glücklich mit meinem Leben.

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Ich hoffe ihr habt auch einen tollen Tag mit Leuten, die für euch ein Fels in der Brandung sind und euch das Leben allein durch ihre Anwesenheit versüßen. Lasst mir doch einfach einen Kommentar da, was ihr heute gemacht habt! Ich würde mich freuen,

xx Maren

Comments

  1. Wunderschöner Post! Um so eine Mutter ist man echt zu beneiden – auch wenn man das meistens erst dann merkt, wenn man schon fast erwachsen ist.
    Genieß den Abend noch!

  2. wow, was ein wunderschöner Post! Es ist sehr schön zu lesen, wie unzertrennlich du und deine Mama sind. Ich habe das Glück, dass das bei mir und meiner Mama genauso ist. Sie ist alles für mich und sie würde alles für mich tun, ohne sich auch nur einmal zu beschweren. Ich habe meine Mama heute mit einem Blumenstrauß überrascht und einfach mal all das mit ihr gemacht, worauf nur sie Lust hatte: einen langen Spaziergang, ausgiebig gequatscht und zum Abschluss sind wir noch essen gegangen (und das Smartphone blieb den ganzen Tag zu Hause)
    Liebe Grüße,
    Lena

    • Genau – ohne Smartphone ist es manchmal ganz toll <3 🙂 Hoffe ihr hattet einen tollen Tag!

  3. Hallo Maren,
    Kompliment zu deinem sehr berührenden und aufrichtigen Post.
    Und wieder einmal mehr zeigst du uns, dass auch du nicht unfehlbar bist und oft ähnliche Gedanken wie wir hast.

    Wünsche dir und deiner Mum noch einen schönen Mädelsabend und morgen einen tollen Wochenstart. (;

    LG aus Tirol

    P.S.: schöne Fotos 😉

  4. Liebe Maren, das ist ein wirklich schöner Post und ich finde es richtig, dass du diesen Tag ohne Kooperation genossen hast!
    Meine Mama ist seit gestern „leider“ im Urlaub! ( es sei ihr gegönnt!) & ich habe die gestern um 5 Uhr morgens zum Bahnhof gebracht, das war mein „Geschenk“ zum Muttertag und ein Bild von einem Blumenstrauß hat sie heute bekommen damit sie weiß, dass ich an sie denke! Und das freut sie am meisten 🙂
    Ich wünsche dir und deiner Mama noch einen schönen Abend!
    Liebe Grüße,
    Annika xx

    • Dann lässt es sich deine Mama aber gutgehen 🙂 das klingt doch schön :* Danke, für deinen Kommentar!

  5. Da fehlen mir die Worte… ich finde es so schön, wenn Tochter und Mama sich gut verstehen und sich nahe stehen❤ es ist so wichtig…
    Ich hoffe dir geht es bald besser! Pass auf dich auf!

  6. Hey Maren,
    toll das du eine so innige Verbindung zu deiner Mutter hast und so schön darüber schreiBen kannst. Danke,dass du auch eine schlechte Zeit mit uns in gewisser Weise teilst,denn so wird einmal mehr deutlich,das jeder Mensch mal schlecht drauf sein kann,sich aber auch alles wieder bessert.
    Zum Leben gehören Hochs und Tiefs einfach dazu und es ist so schön , wenn man jemanden hat, der einem nahe steht und da wieder raus hilft!

    Ich hab heute Frühstück und Mittagessen für meine Mutter gemacht und Abends waren wir noch eine Dreiviertelstunde in den Feldern, ich laufend und sie mit dem Fahrrad.
    LG Lissy

    • Klar, leidre gehören diese Zeiten dazu. Gleichzeitig weiß man die guten besser zu schätzen :-*

      Dann wart ihr ja beide fleißig. 🙂

  7. Hallo Maren,
    Wow, besser hätte ich die Beziehung zu meiner Mutter nicht beschreiben können, du sprichst mir so aus der Seele. Es macht unheimlich viel Spaß deine Texte zu lesen! Vielen Dank dafür
    Ich habe mit meinen Geschwistern ein Fotoalbum gestaltet. Mit Bildern aus der Kindheit, dem Jugendalter und auch einigen aktuellen. Sie hat sich riesig darüber gefreut! Das war’s die Mühe wert.

    Wünsche dir noch einen schönen Abend! Yannick

    • Vielen Dank! Ich hoffe immer, dass solche Posts gut ankommen 🙂
      Ach wie schön. In Fotoalben kann man immer toll Blättern.

      🙂

  8. Ihr könnt beide unglaublich stolz aufeinander sein, darauf, dass ihr euch habt.
    Wir haben unseren Müttern alles zu verdanken, sie sind immer da und einfach nur die Tollsten!

    Liebe Grüße an deine Mama! 🙂

  9. Woowww, berührend… Freut mich, dass ihr so ein tolles Verhältnis habt! Schön, so etwas zu lesen…

    Mir gehts gleich! Mama und ich sind ein Herz… Schön, dass ich das sagen kann!
    Ich habe meiner Mama eine Vase mit Blumen geschenkt und ihr ein Frühstück mit all‘ dem zubereitet, was sie gerne isst (habe sogar noch einen Heidelbeerkuchen in Herzform gemacht) und habe ihr dazu als Dankeschön für alles einen 3tägigen Wellnessurlaub in Italien am Meer geschenkt! Ihr wären fast die Tränen gekommen, so doll hat sie sich gefreut.

    Ps.: Ich liebe deinen Style, deinen Lifestyle und deinen Blog – einfach alles an dir! Mach weiter so, deine Johanna

    • Das klingt aber auch schön! Heidelbeerkuchen klingt toll 🙂 – Danke für dein Feedback!

  10. Hallo liebe Maren!
    Ein wirklich sehr schöner Post, der einem einfach nochmal ins Gedächtnis ruft, wie viel einem die eigene Mutter bedeutet und wie sie durch kleine aber aufmerksame Taten ihre Zuneigung zeigt. Habe sogar ein bisschen Pipi in den Augen ?
    Ich wünsche dir noch eine gute Besserung und dass es dir bald wieder besser geht. Da ich nicht weit von Duisburg entfernt wohne, würde ich mich super freuen dich mal am Innenhafen oder Centro anzutreffen. Wer weiß vielleicht irgendwann mal 🙂
    Liebe Grüße und eine gute Nacht!

    • Ach echt, du kommst auch aus dem Pott? wie cool 🙂
      Danke für deinen tollen Kommentar, in der Regel sage ich ja auf Snapchat wenn ich da bin, also klappt es vielleicht <3

  11. Toller, tiefgründiger Post!!
    Ich habe beim Lesen etwas Gänsehaut bekommen. Es freut mich immer wieder, wenn Mutter & Tochter ein gutes Verhältnis haben! 🙂
    Klingt nach einem tollen Tag, man sollte solche Tage öfters planen. Meine Mama wohnt Job bedingt leider weiter von mir weg, aber wenn wir uns sehen genießen wir die Zeit auch immer total. Und sie kann mich am Telefon echt immer gut zuquatschen. 😀
    Liebe Grüße,
    Konstanze 🙂

  12. Hey Maren,
    das ist ein sehr gelungener& wunderschöner Text! Generell lese ich deine Beiträge äußerst gerne und verfolge dein Instagram, Snapchat oder eben deinen Blog. Auch wenn ich leider eine ziemlich stille Followerin bin, bewundere ich dich sehr und spreche Dir meinen größten Respekt aus, echt Hut ab!
    Du bist ein so bezauberndes und dazu noch bildschönes Mädchen, liebe Maren.
    Bleib so wie du bist!

    Ganz Liebe Grüße, Jaqueline

  13. Hallo liebe Maren,

    meine Frage passt zwar nicht direkt zum Post, würde bei Snapchat oder Instagram aber wohl untergehen – und ich glaube, meine Frage würde auch viele andere interessieren 🙂

    Du lebst uns ja immer wunderbar vor, dass hungern keine Option ist und daran versuche ich mich auch sehr gut zu halten! Allerdings gibt es zum Thema „Notprogramm des Körpers“ online zig Meinungen und keine hilft wirklich weiter.. daher bin ich immer unsicher, ob mein Kaloriendefizit schon zu extrem ist und woran ich rechtzeitig erkennen würde, dass ich in die falsche Richtung arbeite und etwas ändern muss damit der Stoffwechsel nicht wirklich herunterfährt!

    Falls es hilft, hier meine Ausgangslage: Wegen eines Meniskusschadens darf ich mich aktuell kaum bewegen, Reduzierung von Körperfett geht daher ausschließlich über Ernährung. Mein Gesamtverbrauch liegt täglich bei ca. 1.600 Kalorien, da ich mich eben kaum bewegen kann und hauptsächlich sitze. Einige sagen mir, ich könne problemlos ein Defizit von 300kcal essen, allerdings wirken nur 1.300kcal pro Tag auch bei 120g Proteinanteil auf mich sehr wenig, auch bei kaum Bewegung – daher bin ich unsicher, ob ich mich damit schon in eine schlechte Richtung entwickel und mein Körper auf ‚Notprogramm‘ schalten könnte, was ich absolut nicht möchte!!

    Hast Du bezüglich dieses Notprogramms und einer guten Bestimmung eines Kaloriendefizits Empfehlungen? Online findet man viele verschiedene Meinungen, kennt den Background der Ratgeber gar nicht und kann ihn daher auch nur schwer vertrauen. Bin gespannt, ob Du eine Empfehlung hast, wieviel % man von seinem Gesamtkcal ins Defizit gehen kann ohne da Probleme zu bekommen – denn das Ganze soll langfristig und gesund sein! 🙂

    Vielen Dank schonmal und allerliebste Grüße, bleib wie Du bist und lass Dich von nichts unterkriegen!! 🙂
    Mina

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